Letzter „kulturMontag“ 2019: 250. Geburtstag Beethoven, 200 Jahre Thonet, neuer Vollrath-Thriller

Außerdem: Dokumentation „Peter Patzak – Einen Augenblick später“ zum 75. Geburtstag

Wien (OTS) - Zum letzten „kulturMontag“ des Jahres begrüßt Clarissa Stadler am 16. Dezember 2019 um 22.30 Uhr in ORF 2. Die Sendung gibt einen Ausblick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020, in dem der 250. Geburtstag des Komponisten gefeiert wird. Dazu ist Musikkritikerin und Autorin Eleonore Büning Live-Gast im Studio. Weiters geht es um 200 Jahre Stilgeschichte des Möbelimperiums Thonet, die in einer neuen MAK-Schau gewürdigt werden, sowie um den ersten Langspielfilm des bereits preisgekrönten Haneke-Schülers Patrick Vollrath. Der Jungregisseur ist ebenfalls live im Studio. Anschließend an das Magazin zeigt ORF 2 die Dokumentation „Peter Patzak – Einen Augenblick später“ (23.35 Uhr) zum bevorstehenden 75. Geburtstag des Regisseurs, Malers und Autors (2. Jänner 2020).

250. Geburtstag Ludwig van Beethoven – Auftakt zum Jubiläumsjahr 2020

Ludwig van Beethovens Musik trifft mitten ins Herz, er selbst war ein tragisches Genie, ein charismatischer Feuerkopf und einzigartiger Revolutionär. Zu seinem bevorstehenden 250. Geburtstag (im Dezember 2020) wird der geniale Komponist zwischen Bonn und Wien gefeiert. Schon ein Jahr zuvor läutet die Kunsthalle in dessen Geburtsort Bonn mit der großangelegten Schau „Beethoven.Welt.Bürger.Musik“ über die wichtigsten Aspekte in dessen Leben und Werk das Jubiläumsjahr ein. Untrennbar mit Beethoven verbunden ist die Stadt Wien, in der er mehr als 35 Jahre lang lebte. 1787 kam der Musiker erstmals in die Donaumetropole, um bei Mozart zu studieren, ab 1792 lebte er permanent hier. So beleuchtet auch das Beethoven Museum in Heiligenstadt das Wirken und Sein des Klassikers auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand. Das Theater an der Wien war für ihn, der in der Stadt oft den Wohnort wechselte, ein Fixpunkt. Hier dirigierte er die Uraufführung seiner einzigen Oper „Fidelio“ und weitere seiner Schlüsselwerke. Autor und Fotograf Andreas J. Hirsch begibt sich in seinem Buch auf Spurensuche in Wien und erforscht die Magie Beethovens, der heute als meistgespielter symphonischer Komponist gilt.
Live im Studio ist die renommierte Musikkritikerin Eleonore Büning, die in ihrem neuen Buch ein außergewöhnliches und fundiertes Porträt geschaffen hat und schlüssig enträtselt, wer die berühmte „Unsterblich Geliebte“ gewesen sein könnte.

Der Herr der Stühle – 200 Jahre Thonet

Michael Thonet hat auf Biegen, aber ohne Brechen mit Bugholzmöbel die Designwelt revolutioniert. Heuer feiert das Unternehmen sein 200-jähriges Bestehen – und das MAK, das Wiener Museum für angewandte Kunst, feiert das mit einer großen Ausstellung unter dem Titel „Bugholz, vielschichtig“. Gezeigt wird anhand von rund 250 Objekten die zentrale Bedeutung der Firma Thonet für das Möbeldesign der Moderne. Die Schau stellt dabei die weltbekannten, charakteristischen Sitz-Klassiker mit Kultstatus – aus Bugholz oder Stahlrohr – in den Kontext historischer und zeitgenössischer technologischer Entwicklungen. Der aus dem Rheinland stammende Tischlermeister Michael Thonet, der 1842 auf Einladung Fürst Metternichs nach Wien übersiedelte, setzte mit seinen Söhnen Maßstäbe für die Formgebung im Maschinen- und Industriezeitalter. Thonet entwickelte ein patentiertes Verfahren, Holz unter Dampfeinwirkung und Druck in geschwungene Formen zu bringen. Kaufmännische Strategie und Vertriebspolitik machten das Unternehmen bereits Mitte des 19. Jahrhunderts – und bis heute – zu einem, in seiner Zeit einzigartigen, globalen Möbelimperium. Der „kulturMontag“ gibt einen ersten, exklusiven Einblick in die MAK-Ausstellung, zeigt, wie die erlesenen Bugholz- und Stahlrohrmöbel hergestellt werden und spricht mit jungen Designern aus Deutschland und Österreich, die für Thonet entwerfen.

Kammerspiel der Angst – Patrick Vollraths Thriller „7500“

Mit seinem starbesetzten Thriller „7500“ landet Regisseur Patrick Vollrath seinen nächsten Coup. Der deutsche Haneke-Schüler, der an der Wiener Filmakademie studiert und für seinen Kurzfilm „Alles wird gut“ einen Student Academy Award gewonnen hat (und sogar eine reguläre Oscarnominierung dafür erhielt) behandelt in seinem ersten Langspielfilm eine brutale Flugzeugentführung durch islamistische Terroristen. Hollywoodstar Joseph Gordon-Levitt gibt den Kopiloten der Maschine, die auf dem Weg von Berlin nach Paris ist. Auf kleinstem Raum hat Vollrath die deutsch-österreichische Koproduktion, die schon auf dem Filmfestival in Locarno Erfolge feierte, angesiedelt und sich dafür am Altmeister des Suspense, Alfred Hitchcock, orientiert. „7500“ ist benannt nach dem in der Luftfahrt gebrauchten Code zur Mitteilung einer Flugzeugentführung. Über Mainstream- und Arthouse-Kino, über Kompromisse und Haltung erzählt Vollrath live im Studio.

Dokumentation „Peter Patzak – Einen Augenblick später“ (23.35 Uhr)

Anlässlich des 75. Geburtstages von Peter Patzak zeichnen Georg Schütz und Robert Tauber ein filmisches Porträt des spartenübergreifenden Künstlers. Patzak wandte sich nach einem Studium der Fächer Kunstgeschichte, Psychologie und der Malerei dem Film zu. Durch seine Regiearbeiten, vor allem bei der Kultserie „Kottan ermittelt“, erlangte er Anerkennung und Bekanntheit weit über Österreichs Grenzen hinaus. Der Film legt den Fokus vor allem auf Peter Patzaks Schaffen als bildender Künstler und Autor und taucht in dessen tiefgründige, humorvolle und immer von äußerst feinfühligen, humanistischen Betrachtungsweisen zeugende Erzähl- und Gedankenwelt ein.

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