Wien, Niederösterreich, Burgenland: die nächsten 15 Jahre auf Schiene

Länder der österreichischen Ostregion bekennen sich zu einer langfristigen Finanzierung und Planung des Schienenpersonennahverkehrs in der Ostregion

Niederösterreich/Burgenland/ Wien (OTS) - Wien, Niederösterreich, Burgenland. Für die nächsten 10 Jahre besteht das gemeinsame Bekenntnis von Ländern und Bund zu einer Steigerung der Leistungen im Schienenpersonenverkehr (SPNV) von knapp 25 % im Vergleich zum Fahrplanjahr 2019. Das bedeutet bessere Takte, mehr Kapazität und mehr Verbindungen für die heute über eine Milliarde Fahrgäste in der Ostregion. In enger Kooperation mit dem Bund als zentralem Partner in jeder nachhaltigen Planung und Umsetzung des Schienenpersonenverkehrs schaffen die im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) vereinten Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland Sicherheit und Verlässlichkeit für Fahrgäste, Wirtschaftspartner und die Gesamtregion.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit VertreterInnen des VOR geben die Landeshauptleute Mag. Johanna Mikl-Leitner, Dr. Michael Ludwig und Mag. Hans Peter Doskozil den gemeinsamen Fahrplan zur Angebotsentwicklung im Schienenverkehr wieder.

„Wir denken und handeln in Lebensräumen und stellen das gemeinsame Wohl der Menschen in den Mittelpunkt. Und der öffentliche Verkehr macht genauso wenig an Landesgrenzen halt wie der Mobilitätsbedarf der Menschen. Daher ziehen wir an einem Strang, wenn es darum geht, das Rückgrat eines jeden klima- und umweltfreundlichen Verkehrs zu stärken – nämlich den Schienenverkehr“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Die Fahrgäste, aber auch die Unternehmen brauchen Sicherheit und Planbarkeit – und zwar langfristig, weit über Regierungsperioden hinaus. Daher schlagen wir hier und heute die Pfeiler ein für einen konsequenten Ausbau des Schienenverkehrs in einer Region, in der schon jetzt rund 60% der österreichischen Fahrgäste unterwegs sind. Burgenlands Pendlerinnen und Pendler werden durch zusätzliche Verbindungen, eine Verdichtung des Fahrplans und mehr Qualität auf allen Strecken profitieren. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene.“

„Wien als wachsende Bundeshauptstadt ist auch verkehrstechnisch in eine sich weiterentwickelnde Metropolregion eingebettet. Die Erfolge der letzten Jahre gerade im Ausbau des öffentlichen Verkehrs in der Stadt sprechen für sich. Dennoch darf keiner die Augen verschließen vor den Herausforderungen der Klimakrise. Daher muss es weiterhin Schlag auf Schlag gehen – und zwar sowohl was den Ausbau der Infrastruktur betrifft, als auch des klimafreundlichen Bahnangebotes“, erklärt Wiens Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Ludwig.

Fahrplan für die nächsten 10 Jahre (Strecken von ÖBB, Raaberbahn) bzw. 15 Jahre (Strecken von WLB, NÖVOG) auf Schiene

Mit der Unterzeichnung eines 15-jährigen Verkehrsdienstevertrages (VDV) zu den Leistungen der WLB (Wiener Lokalbahnen/Badner Bahn) durch VOR konnten Wien und Niederösterreich Anfang Dezember 2019 einen ersten wichtigen Schritt hin zu Sicherung und Ausbau der hochrangigen Schienenachse im Süden der Metropolregion Wien setzen. Der Vertrag gilt ab Dezember 2020 bis Dezember 2035 und legt Angebotsentwicklung sowie Modernisierung der Fahrzeugflotte der Badner Bahn fest.

Auch bezüglich des Angebotes das die NÖVOG betreibt, welche neben einigen touristischen Bahn-Juwelen mit der Mariazellerbahn eine erfolgreiche Verkehrsachse von Mariazell über Laubenbachmühle bis St. Pölten anbietet, sind Weiterführung und Ausbau des Angebotes auf Schiene: Eine entsprechende Ankündigung wurde am 05.12.2019 veröffentlicht. Ab Ende Dezember 2020 soll ein neues Angebot mit Ausweitung der Abendverkehre bis 23 Uhr, einem täglichen Stundentakt bis Laubenbachmühle sowie dem bereits heute angebotenen Halbstundentakt morgens und einer Ausweitung auf einen Halbstundentakt auch nachmittags auf dieser Strecke gelten. Das Angebot auf der Citybahn Waidhofen soll auf einen Halbstundentakt werktags angepasst werden.

Die Raaberbahn, ein Traditionsunternehmen, welches auch in historisch bewegten Zeiten verlässliche Verkehre z.B. von Deutschkreutz über Sopron nach Ebenfurth geführt hat, soll über einen vom BMVIT zu schließenden Verkehrsdienstevertrag eine Ausweitung der Verkehre in den Jahren 2021 bis 2029 erfahren. Konkret soll die Raaberbahn ab 2021 die Strecke Wien Hbf. – Ebreichsdorf – Ebenfurth – Sopron – Deutschkreutz in einem eigenen Los betreiben. Ein täglicher Stundentakt Wien Hbf. – Deutschkreuz und Halbstundentakt Montag bis Freitag Richtung Wien und nachmittags von Wien nach Deutschkreuz soll für die Fahrgäste im Burgenland gesichert werden. Diese Bestellung ist durch den Bund (BMVIT) geplant und wurde bereits am 05.12.2019 europaweit angekündigt. Entsprechend ist ein Vertragsabschluss mit Dezember 2020 für die fraglichen Strecken vergaberechtlich möglich.

Auch für die aktuell vom derzeit größten Verkehrsunternehmen des Landes (ÖBB) betriebenen Strecken ist eine Vergabe zusätzlicher Verkehre für die kommenden 10 Jahre eingetaktet. Während der kommende Fahrplan mit Start 15.12.2019 mit seinen massiven Angebotssteigerungen über eine einjährige „Notvergabe“ seitens BMVIT gesichert ist, wurde bereits eine europaweite Ankündigung für das kommende Jahrzehnt bis 2029 veröffentlicht. Dieser heuer angekündigte Verkehrsdienstevertrag für die aktuell von der ÖBB in der Ostregion betriebenen Strecken soll neue Maßstäbe im Schienenpersonennahverkehr schaffen. Neben einer Ausweitung im ersten Jahr von rund 3 Mio. Zug-km gegenüber dem Jahr 2019 soll es im Zuge der Vertragslaufzeit bis 2029 gesamt über 9 Mio. zusätzliche Angebotskilometer für die Fahrgäste in der Ostregion geben.

„25 % mehr Angebot bis 2029 bringen diese gemeinsamen Aktivitäten der Gebietskörperschaften und des Bundes für die Fahrgäste in der Ostregion – ein Plus für Umwelt und Klima genauso wie für Lebensqualität und Wirtschaftsstandort“, fasst VOR-Geschäftsführer Thomas Bohrn zusammen.

„Die Ostregion ist seit 35 Jahren ein VORzeigemodell – über den VOR tragen alle drei Bundesländer in laufender Abstimmung mit unseren Partnern im Bund Sorge für Gesamtlösungen im Sinne der Menschen – diese tiefe Kooperation ist ein Hauptgrund, warum unsere Region mit all ihren lokalen Unterschieden und Besonderheiten zu einer der lebenswertesten der Welt gehört“, unterstreicht auch VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll. Überblick Ausbau des Schienenangebotes in der Ostregion

Details zum geplanten Ausbau des Schienenpersonalverkehrs in der Ostregion finden Sie unter www.vor.at/presse.

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