3. Adventwochenende: 700.000 Wiener kaufen den Großteil ihrer Weihnachtsgeschenke ab jetzt

Entscheidende Phase für das Wiener Weihnachtsgeschäft. Angekündigte Großdemo am Einkaufssamstag ist für den Innenstadt-Handel ein bitterer Wermutstropfen.

Wien (OTS) - „Luft nach oben gibt es immer, aber das bisherige Weihnachtsgeschäft befindet sich jedenfalls auf stabilem Niveau“, zieht Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer (WK) Wien, eine erste Zwischenbilanz.

Mit dem 3. Adventwochenende geht das Wiener Weihnachtsgeschäft nun in die entscheidende Phase: 37 Prozent der Wienerinnen und Wiener sind echte Late-Christmas-Shopper und tätigen ihre Weihnachtseinkäufe erst in den letzten zehn Tagen.

„Das wäre sehr erfreulich“, so Trefelik, „wenn wir nicht befürchten müssten, dass die für den Einkaufssamstag angekündigte Großdemo dem Handel einen gewaltigen Strich durch die Rechnung macht. Die Kaufleute in der Innenstadt können nur hoffen, dass die Wienerinnen und Wiener trotzdem kommen und sich die Kauflaune nicht nehmen lassen.“

350 Euro für Weihnachtsgeschenke

Neun von zehn bzw. 1,5 Millionen Wienerinnen und Wiener wollen zu Weihnachten etwas verschenken - laut aktuellen Zahlen der KMU Forschung Österreich. Für knapp die Hälfte der Wienerinnen und Wiener (48 Prozent) sind Geschenke ein unverzichtbarer und zentraler Bestandteil des Weihnachtsfests. Vom durchschnittlichen Gesamtbudget für Weihnachtspräsente (350 Euro) wird für die Familie am meisten ausgegeben: 82 Prozent (285 Euro).

Für das Fest selbst investieren die Wienerinnen und Wiener auch immer mehr in Genuss- und Lebensmittel. Süßwaren, Feinkost, edle Weine, Spirituosen und Craft Biere in allen Variationen werden auch immer häufiger verschenkt (26 Prozent) – 2018 waren es noch 12 Prozent. „Alles rund um die edle Genusskultur steht zu Weihnachten besonders im Fokus“, so Trefelik. Die Küche entwickle sich zunehmend zum Aktivitätszentrum der Familie, deshalb investieren Wiener und Wienerinnen auch gerne in teurere Küchengeräte. „So mancher darf sich auch auf schönes Geschirr aus Emaille oder Gusseisen freuen.“

Die Renner am dritten Adventwochenende (laut Händlerumfrage):

  • Lebensmittel: Bio-Qualität, Regionalität, Transparenz und Nachhaltigkeit sind den Konsumenten wichtig. Renner sind: Süßwaren, Feinkost, edle Weine, Spirituosen und Craft Biere in allen Variationen.
  • Spielwarenhandel: Alles rund um die Helden aus TV-Serien und Kinofilmen steht bei Kindern hoch im Kurs: Star Wars, die Minions, die Eiskönigin, Dragons, Spider-Man, Super Mario etc. Figuren und Spielwelten mit Zubehör zum Thema Pferd und Reiten, Hörboxen, Legotechnik in allen Varianten sowie Brett- bzw. Gesellschaftsspiele für Erwachsene.
  • Küchengeräte und Haushaltswaren: Kaffeemaschinen- und Automaten, Dampfgarer oder andere große Haushaltsgeräte wie Waschautomaten, Trockner, Geschirrspüler oder Kühlgeräte werden gekauft. Dabei wird auf möglichst effizienten Energieverbrauch geachtet. Gusseisen-Pfannen, Emaille-Geschirr und englisches Porzellan sind beliebte Geschenke.
  • Altwarenhandel: (Restaurierte) Cocktail-Chairs in hippen Farben wie Smaragd, Petrol und Blitzblau liegen im Trend.
  • Christbaumverkauf: Seit Jahren der beliebteste Christbaum für die Wiener ist die Nordmanntanne aus heimischer Produktion (90 Prozent). Sie überzeugt mit Haltbarkeit, Dichtheit und runden Nadeln, die das Dekorieren erleichtern. Dann folgen die Blaufichte und die Colorado Tanne im Ranking (gemeinsam 10 Prozent). Die Bäume stammen hauptsächlich aus dem Inland (Niederösterreich ist das größte Anbaugebiet, es folgen Oberösterreich, Steiermark und das Burgenland).

Weihnachtswunsch: Demonstrationen rücksichtsvoller organisieren

Einen großen Wunsch ans Christkind hat auch Handelsobmann Trefelik selbst: „Dass uns Großdemonstrationen an den wichtigen Adventsamstagen so wehtun, hat ja einen Grund: Wir Wiener Händlerinnen und Händler machen einen Gutteil unseres Jahresumsatzes in der Weihnachtszeit. Und daran hängen Arbeitsplätze und Existenzen. Ich weiß, wie wichtig es ist, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen öffentlich artikulieren können, aber ich wünsche mir mehr Miteinander. Und ich wünsche mir, dass sich Verantwortliche und Betroffene im neuen Jahr endlich an einen Tisch setzen und eine dauerhafte Lösung finden.“

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