„Universum History“ über „Winston Churchill – Brite und Europäer“

Am 13. Dezember um 22.50 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Wichtigster Gegenspieler Hitlers, Bannerträger der Zivilisation gegen die Nazi-Barbarei, unerbittlicher Kriegsherr im Kampf für das Britische Imperium – viele Attribute scheint Winston Churchill in sich zu vereinen. Manche bezeichnen ihn gar als den Retter Europas. Fakt ist: Als „Taufpate“ der europäischen Vereinigung spielte er eine wichtige Rolle bei der Gründung des Europarates und der Europäischen Menschenrechtskonvention, den Zerfall „seines“ britischen Reiches konnte er aber nicht stoppen. Er war so widersprüchlich, dass sich sowohl Befürworter/innen als auch Gegner/innen des Austritts Großbritanniens aus der EU auf Winston Churchill berufen. Der anerkannte Autor liebte geistreiche Wortspiele, Zigarren und Alkohol – für Sport hatte er nur Verachtung übrig. Die „Universum History“-Dokumentation „Winston Churchill – Brite und Europäer“ von David Korn-Brzoza zeigt Winston Churchill am Freitag, dem 13. Dezember 2019, um 22.50 Uhr in ORF 2 sowohl als einen der bedeutendsten britischen Staatsmänner als auch als Privatmann, der immer wieder in tiefe Depressionen verfiel.

Mit 26 Jahren startet Winston Churchill seine politische Karriere, bereits mit 32 tritt er in die Regierung ein, mit nur 36 Jahren ist er Innenminister. Doch vor Rückschlägen ist auch Churchill nicht gefeit: Als Lord der Admiralität, verantwortlich für die Marine, müssen die Briten im Ersten Weltkrieg beim Versuch, Konstantinopel, das heutige Istanbul, einzunehmen, eine verheerende Niederlage hinnehmen. Der schlimmste Misserfolg der Briten im Ersten Weltkrieg kostet rund 100.000 Soldaten das Leben. Churchill muss zurücktreten und verfällt in Depressionen. Zeit seines Lebens plagt ihn die Krankheit, die er als „black dog“, als „schwarzer Hund“, bezeichnet.

Aber Churchill kommt zurück – auch das ist eine Konstante seines Lebens. 1940 wird er erneut Premierminister, mit 64 Jahren steht er vor seinem größten Kampf: dem Kampf gegen Nazi-Deutschland. Diese Auseinandersetzung beginnt im eigenen Land, bei der Motivation seiner Landsleute. Er schwört sie ein: „Ich habe nichts anzubieten als Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß. Wir werden Krieg gegen einen monströsen Tyrannen wagen, der unübertroffen an der Spitze der Liste der menschlichen Verbrechen steht.“ Tatsächlich ist dieser Kampf lange und extrem schmerzlich. Rund 60 Millionen Menschen, rund um den Erdball, müssen im Zweiten Weltkrieg ihr Leben lassen. Erst am 8. Mai 1945 kapituliert die deutsche Wehrmacht.

Nach dem Krieg muss der einstige Premier Winston Churchill in Opposition – kommt 1951 aber als Regierungschef noch einmal zurück. Zwei Jahre später erhält der Buchautor und einstige Journalist den Literaturnobelpreis.

Trotz Zigarren und Brandy, zwei Passionen des Lebemanns mit der dunklen Seite, erreicht Winston Churchill ein stattliches Alter: Am 25. Jänner 1965, auf den Tag genau 70 Jahre nach seinem Vater, stirbt Churchill im Alter von 90 Jahren.

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