Nationalrat – Herr: „Klimaschutz darf kein Elitenprogramm sein!“

Wien (OTS/SK) - Die Überschriften des Klimaschutzplans der Europäischen Kommission klingen für die Umwelt- und Klimasprecherin der SPÖ, Julia Herr, vielversprechend. „Aber, allein durch Überschriften ist noch kein Gramm CO2 eingespart worden“, so Herr. Es bräuchte einen Green New Deal, der Klimaschutz, das Recht auf Arbeit und soziale Gerechtigkeit verspreche. ****

Scharfe Kritik übte Herr an der Praxis der Automobilindustrie, die vom derzeitigen System profitiere und deshalb in der EU beim Umweltschutz bewusst auf der Bremse stünde und gegen strikte Regulierungen vorgehe. Auf der anderen Seite werde die Verantwortung auf KonsumentInnen abgewälzt, beispielsweise beim Verkehr. Obwohl der Flugverkehr 50 Mal schädlicher sei als der Bahnverkehr, sei er immer noch fünf Mal schneller und zehn Mal billiger. „Man richtet uns aus, es sei die Schuld der Bürgerinnen und Bürger, die das Flugzeug wählen. Stimmt das? Wohl kaum!“, ärgerte sich Herr.

Daher forderte die SPÖ-Abgeordnete EU-weite Investitionen in leistbare Hochgeschwindigkeitszüge und Investitionen in grüne Industrien sowie eine Besteuerung von Kerosin. Ein Green New Deal bedeutete für Herr einen gerechter Wandel, so „dass niemand auf der Strecke bleibt“, denn „Klimaschutz darf kein Elitenprogramm sein, sondern muss die Interessen der Vielen vertreten“. (Schluss) ls/ar/mp

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