BMNT: Umweltförderungen lösen Investitionen in Umwelt- und Klimaschutz aus

Jahresrückblick 2019 - Mehr als 600 Mio. Euro an Investitionen für Umwelt- und Klimaschutzprojekte

Wien (OTS) - Im Fokus der Umweltförderung im Inland (UFI) steht seit Jahren die Zielsetzung, einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaziele zu leisten. In diesem Sinne bietet sie Umsetzungsanreize für die Umstellung auf erneuerbare Energieträger, die Steigerung der Energieeffizienz, Mobilitätsmaßnahmen und Demonstrationsprojekten.

Insgesamt wurden im Jahr 2019 Umweltförderungen in Höhe von über 71 Mio. Euro an Bundesmitteln für 6.101 Projekte im Inland zugesichert. Durch die geförderten Projekte wurden Investitionen von über 600 Mio. Euro ausgelöst. 3,9 Mio. Tonnen vermiedene CO2-Emissionen auf die Nutzungsdauer der Maßnahmen und die Schaffung von rund 5.300 Arbeitsplätzen sind eine Erfolgsbilanz für die Umweltförderung in Österreich.

„Klimaschutz ist die größte globale Herausforderung unserer Zeit. Die Umweltförderungen unseres Ressorts sind das zentrale Förderungsinstrument, wenn es um die Realisierung von Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen in Österreich geht“, erklärt Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek und ergänzt: „Wir brauchen innovative Umwelttechnologien, um die Herausforderungen des Klimawandels und des hohen Ressourcenverbrauchs zu bewältigen. Die Umweltförderung im Inland leistet hier einen wesentlichen Beitrag.“

Förderung für 232 Projekte in der vierten und letzten Kommissionssitzung beschlossen

In der 140. Kommissionssitzung der Umweltförderung wurden heute 232 Projekte mit einem umweltrelevanten Investitionsvolumen von 101 Mio. Euro und einem Förderungsbarwert von rund 14,3 Mio. Euro genehmigt. Durch diese Projekte können rund 66.000 Tonnen CO2 und rund 121 GWh Energie pro Jahr eingespart werden. Der Großteil der Projekte stammt aus dem Bereich der effizienten Energienutzung.

Ein innovatives Projekt in Vorarlberg steht als Musterbeispiel für die erfolgreiche Bilanz:

Zero Dust Technology – ein Demonstrationsprojekt der Biomasse Fernwärme Sulzberg

Die Biomasse Fernwärme Sulzberg regGenmbH betreibt in Sulzberg in Vorarlberg ein Biomasse­fernheizwerk, das aufgrund der eingesetzten neuartigen Technologie eine Förderung als Demonstrationsprojekt erhält. Im Fernheizwerk werden zukünftig zwei Zero-Dust-Demonstrationsanlagen ersetzt. Diese gewährleisten aufgrund einer neuartigen Feuerungstechnologie eine noch emissionsärmere und effizientere Verbrennung der eingesetzten Biomasse. Bei diesem neu­artigen Anlagendesign betragen die garantierten Emissionswerte für Staub 20 mg/Nm3 (Milli­gramm pro Normkubikmeter), was deutlich unter den gesetzlich geforderten Emissions­grenz­werten von 50 mg/Nm3 liegt. Durch den höheren Wirkungsgrad kann außerdem rund 240 MWh Biomassebrennstoff pro Jahr im Vergleich zu einer herkömmlichen Anlage eingespart werden, wodurch der positive Umwelteffekt dieser Maßnahme noch zusätzlich gesteigert wird.

Die Betriebliche Umweltförderung schafft seit 1993 wichtige Anreize für Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz in Österreich. Durch laufende Anpassungen an technologische Ent­wicklungen wird Unternehmen ein attraktives und modernes Förderungsinstrument angeboten. Schlussendlich ist es der ausgewogene Mix an effizienten Förderungs­instrumenten und einer klar formulierten Mission, der ideale Voraussetzungen schafft, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
+43 1 71100 DW 606747
presse@bmnt.gv.at
http://www.bmnt.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0001