Eurobarometer: Mehrheit der EuropäerInnen wünscht sich ein stärkeres Europäisches Parlament

Kampf gegen Klimawandel hat für BürgerInnen in Österreich und der EU oberste Priorität

Wien (OTS) - Fast sechs von zehn EuropäerInnen (59%) befürworten die EU-Mitgliedschaft ihres Landes. Damit bleibt die Unterstützung der BürgerInnen für die Europäische Union auch im dritten Jahr in Folge hoch. Das geht aus der Herbst-Ausgabe des Eurobarometers hervor, die vom Europäischen Parlament in Auftrag gegeben und im Oktober 2019 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigen auch eine gestiegene Zufriedenheit mit der Art und Weise, wie die Demokratie in der Europäischen Union funktioniert: 52% (+3%p) der EuropäerInnen teilen diese Auffassung, was darauf hindeutet, dass die Europawahlen und die gestiegene Wahlbeteiligung positiv dazu beigetragen haben.

Die europäischen BürgerInnen wollen das Europäischen Parlament in einer stärkeren Rolle sehen. 58% der Befragten fordern für die Zukunft ein einflussreicheres Parlament. Das entspricht einem Anstieg von 7 Prozentpunkten seit dem Frühjahr 2019 und dem höchsten Wert in dieser Frage seit 2007.

Unter den österreichischen Befragten befürworten 49% die EU-Mitgliedschaft (-1%p im Vergleich zum Frühjahr 2019). 55% (+3%p) zeigen sich mit der EU-Demokratie zufrieden. 44% (+4%p) sind der Meinung, dass das Europäische Parlament in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen soll. Der Aussage "Meine Stimme zählt in der EU" stimmen in Österreich 65% der Befragten zu (in der EU: 49%).

Klimawandel ist für die BürgerInnen das vorrangigste Thema

Das Herbst-Eurobarometer des Parlaments fragt die BürgerInnen traditionell, mit welchen politischen Themen sich das Europäische Parlament vorrangig befassen soll. Obwohl die Prioritäten zwischen den Mitgliedstaaten stark variieren, führt der Klimawandel erstmals die Liste der vorrangigen Themen der BürgerInnen an. Beinahe jede/r dritte Befragte (32%) möchte, dass das Parlament den Kampf gegen den Klimawandel als oberste Priorität behandelt. Der Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung (31%), der Kampf gegen den Terrorismus (24%) und Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit (24%) folgen auf den weiteren Plätzen in der Rangliste der vorrangigen Themen aller EU-BürgerInnen.

Auch unter den ÖsterreicherInnen hat der Kampf gegen Klimawandel oberste Priorität (38%), gefolgt vom Schutz der EU-Außengrenzen (28%), dem Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung (27%) und der Bereitstellung von erschwinglichen und sicheren Lebensmitteln für Bürgerinnen und faire Lebensstandard für Landwirtinnen und Landwirte (25%).

Was die europäischen Werte betrifft, sieht eine klare Mehrheit der BürgerInnen den weltweiten Schutz der Menschenrechte (48%), die Redefreiheit (38%), die Gleichheit zwischen Männern und Frauen (38%) und die Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten der EU (33%) als die wichtigsten Grundwerte, die es in der Europäischen Union zu bewahren gilt.

Alle Detailsergebnisse aus Österreich und der gesamten EU finden Sie hier.


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