„Universum“ präsentiert „Kenia – Im Herzen des Vulkans“

Am 10. Dezember um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Nach „Der Nil – Afrikas Lebensader“ taucht die neue „Universum“-Produktion „Kenia – Im Herzen des Vulkans“ erneut in „Afrikas geheimnisvolle Welten“ ein. Diesmal führt die Naturfilmreise zum riesigen Doppelkrater des Mount Suswa, nur rund 50 Kilometer von Kenias Hauptstadt Nairobi entfernt. Die Dokumentation von Oliver Goetzl, Ivo Nörenberg und Giuseppe Bucciarelli (ORF-Bearbeitung:
Jutta Karger) präsentiert am Dienstag, dem 10. Dezember 2019, um 20.15 Uhr in ORF 2 den verblüffend vielschichtigen Lebensraum im Krater des uralten Vulkans, wo Anubis-Paviane und Wildhunde, Klippschliefer und Fledermäuse, Tüpfelhyänen, Löffelhunde und Antilopen ihr bislang kaum erforschtes Leben führen.

Mit dem Elternpaar an der Spitze ist das Wildhund-Rudel, das auf den flachen Ausläufern des großen Schichtvulkans lebt, eine große Familie mit mehreren Generationen Nachkommen, die noch nicht geschlechtsreif sind. Ein junges Männchen hat als Welpe eine schwere Verletzung an einem Vorderlauf davongetragen und kann sich seither nur noch auf drei Beinen fortbewegen. Dass es überhaupt noch am Leben ist, verdankt es dem guten Familienzusammenhalt im Rudel. „Parlament der Paviane“ nennen die Massai, die in der Gegend leben, den Eingang zu einem der großen unterirdischen Höhlensysteme im äußeren Krater. Über Nacht ziehen sich die Affen gerne in den Schutz der Höhlen zurück, wo sie vor Raubtierangriffen weitgehend sicher sind. Das allabendliche Zusammentreffen vor dem Schlafengehen geht mit vielerlei „Gesprächen“ unter den Pavianen einher, die in den unterirdischen Gewölben vernehmlich widerhallen. Das hat die Massai auf diese Bezeichnung gebracht. Bei Einbruch der Dunkelheit findet eine Art „Schichtwechsel“ in den Höhlengängen statt: Während die Paviane bestrebt sind, sich einen bequemen und sicheren Schlafplatz zu reservieren, drängen Großohrfledermäuse in Scharen zur Nahrungssuche nach draußen. Wärmebildkameras zeigen nicht nur ein Bild von der Größe der Fledermauskolonien im Höhlenlabyrinth des Mount Suswa, sie machen auch sichtbar, wie Tüpfelhyänen auf ihren nächtlichen Beutezügen den Höhleneingang umkreisen und vergeblich versuchen, an die schlafenden Paviane heranzukommen.

Löffelhunde gehören zu den Füchsen. Den Namen verdanken sie ihren überdimensioniert wirkenden Ohrmuscheln. Ihre Hauptnahrung sind Termiten, die riesigen Ohren sind auch beim Orten und Aufspüren der kleinen Insekten hilfreich. Am Mount Suswa hat ein Löffelhund-Männchen mit zwei Weibchen zugleich eine Familie gegründet. Die Jungen aus den beiden Würfen sind unterschiedlich alt, aber beide Mütter kümmern sich gleichermaßen um den gesamten Nachwuchs. Gelegentlich steuert der Vater auch ein kleines erbeutetes Wirbeltier bei. Der innere Krater des Schichtvulkans hat einen Durchmesser von etwa fünf Kilometern, der Gipfel erreicht 2.356 Meter. Dieses Gebiet gilt in der Tradition der Massai als Sitz der Götter und ist unbewohnt und auch noch unerforscht. Geothermale Quellen lassen hier Wasserdampf aufsteigen und schaffen ein feucht-heißes, geheimnisvolles Mikroklima. In den Höhlenwänden im äußeren Krater sind auch Klippschliefer zuhause. Obwohl mit den Elefanten verwandt, sind diese wendigen Höhlenbewohner nur etwa so groß wie Kaninchen. Mit den Anubis-Pavianen leben sie in einer nicht immer ganz friedlichen Nachbarschaft. Die Affen wären nicht abgeneigt, ihre überwiegend pflanzliche Kost gelegentlich mit einer Fleischmahlzeit zu ergänzen. Die Klippschliefer müssen daher stets auf der Hut sein – und sind trotz ihrer geringen Größe durchaus wehrhafte Mitbewohner.

Für das Kenia-„Universum“ hat sich das erfolgreiche Naturfilmer-Duo Oliver Goetzl und Ivo Nörenberg mit dem italienischen Biologen und Dokumentarfilmer Giuseppe Bucciarelli zusammengetan, der sich seit 2009 in Kenia besonders Projekten zum Erhalt bedrohter Ökosysteme widmet. „Kenia – Im Herzen des Vulkans“ und „Bioko – Afrikas Insel der Affen“ – ebenfalls von Goetzl und Nörenberg und am Dienstag, dem 17. Dezember, um 20.15 Uhr in ORF 2 zu sehen –, führen an kaum bekannte Orte in Afrika und machen deutlich, dass es neben den für ihre Wildtiere berühmten Landschaften wie Serengeti oder Masai Mara auf diesem Kontinent immer noch Neues zu entdecken gibt.

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