AK Niederösterreich: Beim Spenden zu Weihnachten auf eigenes Gütesiegel achten

Jede/r Zweite in Niederösterreich spendet - 113 Euro im Durchschnitt

St. Pölten (OTS) - Die belebte Einkaufsstraße im Advent, Menschen auf der Jagd nach dem letzten Packerl für die Liebsten und dazwischen MitarbeiterInnen von gemeinnützigen Vereinen, die PassantInnen um Spenden bitten - in der Vorweihnachtszeit ein typisches Bild. Die Zahlen aus dem Spendenbericht 2019 zeigen: Zwei Drittel aller ÖsterreicherInnen spenden. In Niederösterreich ist es jede/r Zweite. Rund 113 Euro werden hierzulande pro SpenderIn laut Fundraising Verband Austria jährlich aufgebracht – österreichweit wird sich das im Jahr 2019 auf rund 700 Millionen Euro belaufen, die für Organisationen zur Verfügung gestellt werden. „Um sicher zu sein, dass das gespendete Geld auch dort ankommt, wo man möchte, empfiehlt es sich, auf das Spendengütesiegel zu achten“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Gütesiegel steht für Qualitätsstandards

Trägt eine Organisation dieses Zeichen, kann man darauf vertrauen, dass das Geld transparent, sparsam und wirtschaftlich eingesetzt wird. Derzeit unterziehen sich rund 270 Organisationen jährlich der strengen Prüfung, um das Spendengütesiegel und damit das Vertrauen der SpenderInnen zu erhalten.

Die unabhängige Prüfung ist aber mit Kosten verbunden. Manche kleinen Vereine und Organisationen können sich das nicht leisten. Das bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass man hier keinesfalls spenden sollte. „Um die Seriosität der Organisation zu überprüfen, kann man z. B. einen Jahresbericht anfordern und sich über deren Aktivitäten und die Verwendung der Spenden ein Bild machen. Oder man kennt ohnehin das Projekt, für das man spenden möchte, und die handelnden Personen, die dahinterstehen“, so Sandra Nowak von der AK Niederösterreich-Konsumentenberatung.

Richtig spenden

Seit zwei Jahren sind begünstigte Organisationen verpflichtet, steuerlich absetzbare Spenden ans Finanzamt zu melden. Dafür brauchen die Organisationen Vor- und Zuname und das Geburtsdatum der SpenderInnen. Deshalb werden diese Daten von den Organisationen auch beim Spenden abgefragt. Geben Sie diese bekannt, nur so kann die Organisation die Spende an die Finanz melden, damit sie bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung berücksichtigt werden kann.

Wenn Sie Ihren Steuerausgleich machen, kontrollieren Sie, ob die Spenden gemeldet wurden. Ist das nicht der Fall, kontaktieren Sie die betreffende Organisation. Ihre ArbeitnehmerInnenveranlagung können Sie dennoch sofort erledigen, denn: Wird eine Spende nachgemeldet, erstellt das Finanzamt automatisch einen neuen Bescheid.

Nähere Informationen zum Spenden und einen Videotipp finden Sie unter noe.arbeiterkammer.at/spenden, die Übersicht über die 270 Organisationen mit dem Spendengütesiegel unter osgs.at.

Rückfragen & Kontakt:

AK Niederösterreich Kommunikation, Carina Karas, T 057171/21923

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