Disoski: „Zeitverwendungsstudie ist wichtige Datengrundlage für politische Gestaltung von Gleichstellungsmaßnahmen“

Grüne wollen aktuelle Daten zu geschlechtsspezifischer Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit

Wien (OTS) - Der Budgetdienst des Parlaments unterstützt heute die Forderung nach einer Teilnahme Österreichs an der EU-Zeitverwendungsstudie und sieht es als notwendig an, umfassende geschlechtsspezifische Datengrundlagen zu erheben.

Die Nationalratsabgeordnete der Grünen, Meri Disoski, unterstützt eine Teilnahme Österreichs an der Zeitverwendungserhebung des EU-Statistikamts Eurostat mit Nachdruck: „Zur bezahlten Erwerbsarbeit liegen uns umfangreiche, aktuelle Daten vor. Bei der unbezahlten Arbeit wie Kinderbetreuung, Haushaltsführung, Pflege und Freiwilligenarbeit sieht das anders aus. Das Datenmaterial ist zehn Jahre alt. Eine Aktualisierung ist deshalb nicht nur sinnvoll, sondern notwendig.“

„Zeitverwendungsstudien liefern wesentliche Informationen über die Veränderung der Gesellschaft und der Arbeitswelt und stellen somit eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen dar. Sie bieten Informationen über den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen, über ungleiche Zugangschancen zu Erwerbsarbeit und über die geschlechterspezifische Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit“, führt Disoski aus und weiter: „Bezahlte und unbezahlte Arbeit ist zwischen den Geschlechtern nicht nur ungleich verteilt. Unbezahlte Arbeit bleibt zumeist auch unsichtbar. Mit der Zeitverwendungsstudie wird ihr ökonomischer Wert sichtbar gemacht. Für eine faktenbasierte Gleichstellungspolitik sind die Ergebnisse der Studie von großer Wichtigkeit.“

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