Hörl nach Einigung im Budgetausschuss: Möglichkeit des Lehrabschlusses ist für Asylwerbende und die Wirtschaft ein Vorteil!

Breite Zustimmung zu ÖVP-Antrag

Innsbruck (OTS) - Nach einer Einigung im Budgetausschuss soll es Asylwerbenden in Zukunft unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht werden, ihre Lehre im Falle einer negativen Aufenthaltsentscheidung abzuschließen. Im Wirtschaftsbund war das Anliegen schon lange ein Teil der arbeitsmarktpolitischen Agenda: „Das Abschieben von Asylwerbenden vor dem Abschluss der in Österreich begonnenen Lehre ist kein tragbarer Zustand – weder für die Betroffenen, noch für die Unternehmen“, so Tirols Wirtschaftsbundobmann NR Franz Hörl.

Daher habe man immer darauf gedrängt, einen Weg zu finden, der auch menschlich und ökonomisch Sinn macht, den Lehrlingen Perspektiven vermittelt und vor allem eines erreicht: „Eine durch Ausbildung gestärkte persönliche Basis für gelingende Integration in Österreich“, so Hörl. Über die Details zum im Ausschuss beschlossenen Antrag der Volkspartei soll nun weiter verhandelt werden. Dieser basiert auf einer Änderung des Fremdenpolizeigesetzes, wodurch die derzeit 14-tägige Frist zur freiwilligen Ausreise erst nach Lehrabschluss zu laufen beginnt, spätestens jedoch nach Ablauf von vier Jahren seit Lehrbeginn.

Die konkreten Feinabstimmungen sowie die Definition der Ausnahmen von der Regelung, etwa bei straffällig gewordenen Asylwerbern, sollen bis zur nächsten Nationalratssitzung am kommenden Mittwoch ausverhandelt werden. „Wir sind hier am richtigen Weg. Derzeit befinden sich 786 Asylwerbende mit laufenden Verfahren in einer Mangelberuf-Lehre. Wir sprechen hier also von einer zahlenmäßig kleinen Gruppe, die jedoch genau in jenen Bereichen eine Ausbildung absolviert, die von den Unternehmen besonders stark nachgefragt werden. Eine Erleichterung beim Lehrabschluss macht daher für alle Seiten Sinn“, so Hörl.

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