- 03.12.2019, 12:42:13
- /
- OTS0135
Schülerunion: PISA-Ergebnisse als Ansporn für Politik
6.802 Schülerinnen & Schüler wurden in Österreich befragt, Ergebnis für Österreich ist in allen Bereichen nur im Schnitt, Bildung benötigt in Österreich einen höheren Stellenwert
Utl.: 6.802 Schülerinnen & Schüler wurden in Österreich befragt,
Ergebnis für Österreich ist in allen Bereichen nur im Schnitt,
Bildung benötigt in Österreich einen höheren Stellenwert =
Wien (OTS) - Mittlerweile zum siebten Mal wurden die PISA-Ergebnisse
präsentiert. Österreichs Jugendliche im Alter von 15 bis 16 Jahren
liegen in den getesteten Bereichen, Lesen, Mathematik und
Naturwissenschaft, im oder knapp über dem OECD-Schnitt. Zu bedauern
ist jedoch, dass sich die Leseleistung in den letzten Jahren
tendenziell verschlechtert hat. Die Schülerunion ortet diesbezüglich
eine große Lücke im österreichischen Schulsystem und fordert, dass
Bildung wieder einen hohen Stellenwert in der österreichischen
Gesellschaft erlangt.
“Die PISA-Ergebnisse haben gezeigt, dass wir in Österreich noch
großen Aufholbedarf haben. Auch bin ich der Überzeugung, dass wir mit
diesen Ergebnissen vorsichtig umgehen müssen. Wir haben ein
Bildungssystem, welches sehr breit aufgestellt ist und viele Vorteile
mit sich bringt. Dennoch muss sich die Politik bewusst sein, dass
diese Ergebnisse definitiv nicht unseren Ansprüchen entsprechen.
Diese PISA-Studie soll und muss ein Ansporn für die Politik
darstellen, unser Bildungssystem weiter voranzutreiben und mit
innovativen Reformen, die ideale Schule für jede Schülerin und jeden
Schüler zu schaffen. Das Bildungskonzept der BSV enthält konkrete
Pläne und Forderungen, wie wir Österreichs Schulen verbessert werden
können”, so Bundesschulsprecherin Jennifer Uzodike.
Ebenfalls findet Bundesobmann Sebastian Stark deutliche Worte:
“Bereits in den vergangenen Jahren wurden einige signifikante
Verbesserungen getroffen. Gerade die vorliegenden Daten zu
“Lesekompetenz und Migrationshintergrund in Österreich” zeigen sehr
klar, dass die im vergangenen Jahr eingeführten Deutschförderklassen
notwendig waren und sind. Weiters muss bei der aktuellen
Überarbeitung der Lehrpläne seitens des Bildungsministeriums die
Möglichkeit genutzt werden, den kompetenzorientierten Unterricht
voranzutreiben sowie moderne und damit für die Schülerinnen und
Schüler attraktive Lerninhalte zu schaffen. Zudem kann man sich im
Bereich, der Schulvorbereitung im Alter von fünf bis sechs ein
Beispiel an Estland nehmen, wo durch gezielte Bildungsangebote Kinder
bereits in jungen Jahren stark unterstützt werden.”
“Diese Ergebnisse haben gezeigt, dass in Österreichs Schulen noch
einige Reformen nötig sind. Die zukünftige Regierung hat die
Möglichkeit diese anzugehen und umzusetzen. Um wirklich eine
nachhaltige Verbesserung zu erreichen, muss allerdings der
Stellenwert von Bildung in Österreich steigen und eine tragende Rolle
in der Gesellschaft einnehmen”, sind sich Sebastian und Jennifer
einig.
Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte
Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder
ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie
zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt
sie als wichtigste Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber
hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung
ein, in der sie im Schuljahr 2019/20 25 von 29 Mandaten stellt.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OSU






