NEOS zu PISA-Studie: Bildungspolitik in Österreich ist wie ein schwerfälliger Dampfer

Martina Künsberg Sarre: „Parteipolitik blockiert Entwicklungen im Bildungsbereich. NEOS fordern eine gemeinsame Bildungsagenda 2030.“

Wien (OTS) - Bestätigt fühlt sich NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre nach der Veröffentlichung der aktuellen PISA-Studie: „Das derzeitige Bildungssystem ist wie ein schwerfälliger Dampfer, der offensichtlich – wie die österreichischen PISA-Ergebnisse einmal mehr zeigen – keine Verbesserungen zulässt. Dass immer noch fast jeder vierte Jugendliche nicht ausreichend sinnerfassend lesen kann, ist eine Katastrophe für jeden einzelnen jungen Menschen und eine Schande für die Politik, die es nicht schafft, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“ Das Parteibuch sei nach wie vor das wichtigste Buch in der Schule. „Parteipolitik hat in der Schule nichts zu suchen. Das muss spätestens jetzt jedem klar sein. Echte Entwicklungen und Reformen im Bildungsbereich können dadurch nicht stattfinden. Aufgabe der Politik ist es, sich auf gemeinsame, evidenzbasierte und langfristige Ziele zu verständigen, die auch über Legislaturperioden hinweg verbindlich sind. Es braucht eine gemeinsame Bildungsagenda 2030. Ich lade alle Parteien ein, über den parteipolitischen Tellerrand zu schauen – für unsere Kinder und Jugendlichen.“

Nach wie vor hat der sozioökonomische Status in Österreich vergleichsweise viel Einfluss auf die Leistungen der Schüler_innen. Künsberg Sarre: „Dass in Österreich Bildung ,vererbt‘ wird, ist auch keine neue Erkenntnis, sondern begleitet uns seit Jahrzehnten. Hier braucht es neue Ideen und Wege. Wir NEOS schlagen seit langem die Einführung eines Chancenindex vor. Als kurzfristige Maßnahme soll dafür allen Schulstandorten finanzielle Mittel für diese Herausforderung zur Verfügung gestellt werden. Die jeweilige Höhe wird anhand des Bildungshintergrundes der Eltern berechnet.“ Dieses Geld, so Künsberg Sarre, stünde den Schulen für maßgeschneiderte Konzepte zur Verfügung.

Abschließend sei es noch wichtig zu betonen, dass das Interesse an Schule und Bildung bereits im Kleinkindalter gefördert werden müsse. „Es muss uns gelingen, die Lust auf Bücher bereits bei den Kleinsten zu steigern: im Kindergarten und in der Volksschule. Lesen kann so viel Spaß machen – das sollten wir unterstützen“, sagt die NEOS-Bildungssprecherin.

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