NEOS: Bildungskarenz muss zielgerichteter werden

Gerald Loacker: „Aktuelle Zahlen des AMS belegen, dass das Angebot der Bildungskarenz gut angenommen wird, aber nicht im ursprünglichen Sinne. NEOS bereiten entsprechenden Antrag vor."

Wien (OTS) - Mit dem Wunsch nach inhaltlichen Nachbesserungen reagiert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker auf die heute veröffentlichen Zahlen des AMS zur Nutzung der Bildungskarenz: „Das wichtige Angebot der Bildungskarenz sollte vor allem von jener Gruppe von Menschen in Anspruch genommen werden, für die eine erhöhte Gefahr der Betroffenheit von Arbeitslosigkeit besteht. Leider ist das in der aktuellen Ausgestaltung des Angebots nicht der Fall. Wenn vor allem junge Akademikerinnen und Akademiker in Bildungskarenz gehen und dann nur 45 Prozent im Durchschnitt auch wieder zurückkommen, geht das vollkommen an dem ursprünglichen Sinn vorbei.“ Die Bildungskarenz solle nicht die Möglichkeit einer „Kündigung auf Raten“ sein, wie Loacker betont, die dann auch noch auf Kosten der Steuerzahler_innen finanziert wird. „Man muss das Instrument dringend überarbeiten, sodass wirklich diejenigen profitieren, die Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt haben – nicht jene High-Performer, die ohnehin gute Chancen haben."

Loacker kündigt an, einen entsprechenden Antrag einzubringen, der die Treffsicherheit und damit die Wirksamkeit der Bildungskarenz im Hinblick auf den Arbeitsmarkt erhöht: „Das Geld, das aktuell zur Qualifizierung von bereits qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern genutzt wird, kann und muss gezielt vulnerablne Gruppen zugute kommen, wie zum Beispiel Menschen über 50 und Niedrigqualifizierten. Ihnen eröffnet eine Bildungskarenz die meisten Chancen. Darüber hinaus müssen auch die Voraussetzungen für den Erhalt des Weiterbildungsgeldes nachgeschärft werden.“

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