Volkshilfe: Kinderarmut muss auf den Koalitions-Verhandlungstisch

Erich Fenninger fordert rasche Reformen gegen Kinderarmut

Wien (OTS) - Wien (OTS) – „Der gestern präsentierte Zwischenstand in den Verhandlungen beinhaltet keinerlei Hinweise darauf, ob eines der drängendsten Probleme in Österreich angegangen wird: Kinderarmut. Dabei warten 372.000 Kinder in Armut und Armutsgefährdung auf rasche Reformen“, sagt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich. Es sei erfreulich zu hören, dass die Gesprächsbasis der beiden Parteien während der laufenden Verhandlungen angenehm ist, jedoch müssten nun gegenüber der Öffentlichkeit inhaltliche Strategien verlautbart werden: „Kinderarmut geht uns alle an, deshalb braucht es auch den Dialog mit den Expertinnen und Experten der Zivilgesellschaft“.

Kinderarmut abschaffen ist machbar
„In einem der reichsten Länder der Welt leben 372.000 Kinder in Armut und Armutsgefährdung – das ist unwürdig. Österreich könnte das erste Land der Welt sein, dass Kinderarmut Geschichte werden lässt. Eine Kindergrundsicherung würde rasch Abhilfe schaffen. Die ersten Ergebnisse unseres Pilotprojekts zur Kindergrundsicherung zeigen die positiven Auswirkungen eines finanziellen Sicherheitsnetzes ganz deutlich. Können sich die Eltern auf eine verlässliche Unterstützung verlassen, bleiben Belastung und Anspannung am Ende des Monats aus“, argumentiert Fenninger mit Blick auf das wissenschaftlich begleitete Pilotprojekt der Volkshilfe Österreich, das nun seit einem Jahr läuft. Abschließend weist Fenninger auf die Finanzierbarkeit des Volkshilfe-Modells der Kindergrundsicherung hin:“Berechnungen des Europäischen Zentrums für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung zeigen eindeutig: Österreich kann es sich leisten, Kinderarmut abzuschaffen. Daher darf es keine schlechten Kompromisse bei den Verhandlungen geben, es braucht einen großen Wurf“.

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