Die mdw trauert um den Dirigenten Mariss Jansons

Wien (OTS) - Mit großer Trauer reagiert mdw-Rektorin Ulrike Sych auf das Ableben des lettischen Stardirigenten Mariss Jansons. „Mariss Jansons war nicht nur ein leidenschaftlicher und akribischer Botschafter der Musik, er war auch ein zutiefst menschlicher Künstler, dessen Engagement uns schmerzlich fehlen wird“, so Sych.

Der 1943 im Rigaer Ghetto geborene Mariss Jansons kam 1969 im Rahmen eines Kunststipendiatenaustauschs zwischen Österreich und der damaligen UdSSR an die mdw – damals Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien – und vertiefte seine Studien bei Hans Swarowsky, später auch bei Herbert von Karajan in Salzburg. Als Assistent des legendären Leningrader Dirigenten Jewgenij Mrawinskij begann Jansons seine Karriere, die ihn als Chefdirigent etwa zu den Osloer Philharmonikern, zum Amsterdamer Concertgebouw Orchester und dem Bayerischen Rundfunk führte.

Jansons musikalisches Schaffen war von höchster Konzentration und einem Blick für die Tiefenstruktur eines Werks geprägt. Komponisten wie Beethoven, Mahler oder Schostakowitsch hatte sich Jansons bedingungslos verschrieben und mit peniblen Quellenstudien genähert. Dabei war Jansons, der in der Zusammenarbeit mit den Orchestern Wert auf ein Musizieren auf Augenhöhe legte, auch offen für neue Entwicklungen und setzte sich früh etwa mit den Ansätzen von Originalklangkünstlern wie Nikolaus Harnoncourt auseinander.

Eine wichtige Rolle spielte Mariss Jansons, der drei Neujahrskonzerte in Wien geleitet hat, auch im Bereich der Pädagogik: Er arbeitete mit Jugendorchestern, unterstützte musikpädagogische Projekte und machte sich zeitlebens für musikalische Bildung stark.

Rektorin Sych: „Jansons kompromisslose Haltung als Musiker und seine humanistischen Werte werden uns in Erinnerung bleiben und weiter inspirieren.“

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