vida: Import von philippinischen Pflegekräften löst keine Probleme

vida-Mjka: "Stadtrat Hacker soll gemeinsam mit uns an besseren Lösungen arbeiten"

Wien (OTS) - Als "mehr als entbehrlich" bezeichnet Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida, einige Vorschläge des Wiener Gesundheitsstadtrates, Peter Hacker, in dessen Interview mit der Tageszeitung 'Der Standard'. „Statt die Probleme im Pflegebereich an den Wurzeln anzupacken und zu verbessern, will Stadtrat Hacker jetzt sogar Pflegekräfte aus Südostasien zu uns karren, um Personallücken zu stopfen“, kritisiert Mjka. Für den vida-Gewerkschafter steht außer Zweifel, „dass wir mehr qualifizierte Fachkräfte brauchen. Diese müssen wir aber in erster Linie in unserem Land suchen und ausbilden. Wenn Hacker nach Fachkräften aus dem Ausland ruft, kann es nur eine Antwort geben: Wir müssen in Österreich qualitativ ausbilden, ausbilden, ausbilden! Nur das hilft der Branche auch nachhaltig“.

Statt über Arbeitskräftemangel zu klagen, sollte sich „Stadtrat Hacker für konkrete Schritte starkmachen, um den Pflegeberuf interessanter und attraktiver zu machen", so Mjka. Dazu gehören auch speziell angepasste und finanzierte Ausbildungen für QuereinsteigerInnen. Zudem muss es für alle höhere Einkommen geben. "Die ArbeitnehmerInnen haben es sich verdient, für die physisch und psychisch belastende Tätigkeit fair entlohnt zu werden“, betont Mjka.

Einladung zu Rundem Tisch

Es sei höchste Zeit, die Situation der Betroffenen deutlich zu verbessern, sagt auch Helmut Gruber, Wien-Vorsitzender der Gewerkschaft vida: "Hier müssen wir alle an einem Strang ziehen. Ich lade Peter Hacker ein, sich mit uns an einen Tisch zu setzen und an Lösungen zu arbeiten. Jede Reform, die Verbesserungen bringt, unterstützen wir mit voller Kraft."

Arbeitswelt der Pflegekräfte deutlich verbessern

Für einen Runden Tisch spricht sich auch Gerald Mjka aus: „Um unser Pflegesystem für die Zukunft abzusichern, brauchen wir dringend verbesserte Rahmenbedingungen. Hier müssen wichtige Schritte gesetzt werden. Mehr finanzielle Mittel, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege und mehr Wertschätzung für die Arbeit des Pflegepersonals sind die drei wesentlichen Voraussetzungen, um mit motiviertem Betreuungspersonal eine gute Pflege für alle zu ermöglichen."

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