• 29.11.2019, 08:03:00
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  • OTS0013

Projektwettbewerb 2019 der NÖ Dorf- und Stadterneuerung: Preise in vier Kategorien vergeben

LH Mikl-Leitner: Um die Dörfer zu beleben, wird an vielen Schrauben gedreht

Utl.: LH Mikl-Leitner: Um die Dörfer zu beleben, wird an vielen
Schrauben gedreht =

St. Pölten (OTS/NLK) - Niederösterreich könne stolz sein auf die
Dorf- und Stadterneuerung; dadurch entstehe unglaublich viel Neues
und dadurch werde auch das Miteinander gestärkt, betonte
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gestern, Donnerstag, bei der
Preisverleihung des Projektwettbewerbes 2019 der Dorf- und
Stadterneuerung im Landtagssaal in St. Pölten. „Mit diesem Wettbewerb
wollen wir wieder innovative Projekte und neue Lösungen vor den
Vorhang holen.“

Zum Projektwettbewerb 2019 wurden insgesamt 76 Projekte eingereicht.
Die Juroren bewerteten 27 nominierte Projekte in den drei Kategorien
„Soziale Dorferneuerung – Generationen“, „Ortskernbelebung –
Innenentwicklung“, „BürgerInnenbeteiligung – Digitalisierung“,
zusätzlich unterteilt in Ort/Dorf, Gemeinde/Stadt und Kleinregionen.
In der Kategorie Ganzheitlichkeit gab es mit der Stadtgemeinde
Neulengbach und den Marktgemeinden Absdorf, Großschönau und
Großrußbach vier Bewerber. Sieger ist Großschönau, die Marktgemeinde
wird Niederösterreich auch beim Europäischen Dorferneuerungspreis
2020 vertreten.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhanges vor 30 Jahren sei in
Niederösterreich „unglaublich viel entstanden“, so Mikl-Leitner.
„Niederösterreich ist heute nach wie vor Agrarland, wir sind aber
auch Industrieland, Technologieland und unser Land ist auf dem besten
Weg, ein Digitalisierungs-Vorreiterland zu werden.“ Um die Orte und
Dörfer zu beleben, werde „an vielen Schrauben gedreht“. Wichtig ist
ihr auch das Einkaufen im Ort. Mikl-Leitner: „Wenn es keine Geschäfte
mehr im Ort gibt, dann wird auch der gesellschaftliche Zusammenhalt
brüchig.“ Mit der neuen Landesgesundheitsagentur, die 27 Kliniken und
50 Pflege- und Betreuungszentren mit rund 27.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern unter einem Dach vereine, habe man eine „gute
Organisationsstruktur parat“, um eine nachhaltige
Gesundheitsversorgung und Pflege zu gewährleisten, sagte die
Landeshauptfrau. Niederösterreich sei auch federführend bei den
Klimabündnisgemeinden und der E-Mobilität. „Lösungen, die im Kleinen
entwickelt wurden“, könnten auch ein Vorbild auf europäischer Ebene
sein.

Die Kategorie „Soziale Dorferneuerung, Generationen“ dominierten die
Gemeinde Dorfstetten mit der Freizeitanlage (Ort/Dorf), die
Stadtgemeinde Gmünd mit dem Filmprojekt Ceske Velenice
(Gemeinde/Stadt) sowie die Region um Wolkersdorf mit der RuWi Kids
Kinderbetreuungsplattform (Kleinregionen). Den zweiten Platz
erreichte der Dorferneuerungsverein Bromberg mit dem Projekt
Verhexter Hör-Erlebnis-Bewegungs-Weg (Ort/Dorf), die Stadtgemeinde
Waidhofen an der Ybbs mit „Näher zum Fluss“ (Gemeinde/Stadt) sowie
die Kleinregion Waldviertler StadtLand mit dem Filmprojekt Jugend
tritt Wirtschaft (Kleinregionen). Platz drei erging an den
Dorferneuerungsverein Feistritz mit der Erholungsoase im Wald, die
Marktgemeinde Biedermannsdorf mit der Revitalisierung Perlashof
(Gemeinde/Stadt) und an die Kleinregion Großes Erlauftal mit Via Aqua
– vom Erlauftal zum Trefflingfall (Kleinregionen).

In der Kategorie „Ortskernbelebung – Innenentwicklung“ gewannen die
Gemeinde Stössing mit „Die Greisslerin“ (Ort/Dorf), die Marktgemeinde
Oed/Öhling mit dem Sturmhof Oed (Gemeinde/Stadt) sowie das Pielachtal
mit der Interkommunalen Wirtschaftskooperation (Kleinregionen). Platz
zwei gingen an die Dorferneuerung Herzogbirbaum mit UmGang in/mit
Herzogbirbaum (Ort/Dorf), die Gemeinde Rohrbahn an der Gölsen mit der
Ortskerngestaltung „Rohr am Bach“ (Gemeinde/Stadt) sowie an das
Netzwerk Ortskernbelebung mit dem Projekt „Ortskernbelebung durch
Impulsprojekte“ (Kleinregionen). Auf Platz drei landeten der
Dorferneuerungsverein „Ke.Ma.Zaum“ mit dem Bauernmarkt Kematen
(Ort/Dorf), die Marktgemeinde Kottingbrunn mit der Neugestaltung
Schlosshof (Gemeinde/Stadt) sowie der Verein „Lebensraum Land um Laa“
mit Wohnen im Land um Laa (Kleinregionen).

In der Kategorie „BürgerInnenbeteiligung, Digitalisierung“ holten
sich die Marktgemeinde Leopoldsdorf bei Wien mit
Partizipationsprozess AG34 (Ort/Dorf), der FVDV Seebenstein mit
Jugendbeteiligung in der Dorferneuerung (Gemeinde/Stadt) sowie die
Kleinregion Traisen Gölsental mit Regionale Agenda 21 (Kleinregionen)
den Sieg. Platz zwei erging an die Gemeinde Ramsau mit Partizipative
Spielplatzplanung (Ort/Dorf), die Gemeinde Rabenstein mit FRANZ
trifft DIGITAL und die Stadtgemeinde Tulln mit Tagtool Convention
Tulln (Gemeinde/Stadt) sowie an die Kleinregion Waldviertler Hochland
mit Klimawandelanpassungskonzept (Kleinregionen). Auf Platz drei
wurden gekürt die Marktgemeinde Gutenbrunn mit Gutenbrunn ist fit
(Ort/Dorf) und die Kleinregion Wagram mit My great place Wagram
(Kleinregionen).

Der Projektwettbewerb findet alle zwei Jahre statt und holt eine
Auswahl an ganz besonderen Initiativen der niederösterreichischen
Dorferneuerungsvereine vor den Vorhang.

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