Beschwerde gegen Google: Geizhals und andere Preisvergleichsportale wenden sich an EU-Wettbewerbskommissarin

Geizhals hat bei der EU-Wettbewerbsbehörde gemeinsam mit 40 anderen europäischen Preisvergleichsplattformen eine Beschwerde gegen Google eingereicht

Google nutzt seine Monopol-Stellung im Suchmaschinen-Bereich gnadenlos aus und setzt damit Preisvergleichsplattformen immens unter Druck. Googles derzeitige Praktiken gefährden europaweit nicht nur tausende Arbeitsplätze, am Ende bezahlt auch der Konsument höhere Preise
Markus Nigl, CEO Geizhals Preisvergleich

Wien (OTS) - Der Vorwurf: Google missbraucht trotz einer bereits 2017 verhängten EU-Kartellstrafe weiterhin wissentlich seine marktbeherrschende Position als Suchmaschine. Das Unternehmen übervorteilt seinen eigenen Shoppingservice „Google Shopping“ gegenüber anderen Marktteilnehmern.

Geizhals und die anderen Beschwerdeführer sehen in ihrem Schreiben an die EU Kommissarin für Wettbewerb, Margarethe Vestager, dringenden Handlungsbedarf. 10 Jahre nach der ersten formalen Beschwerde und 2 Jahre nach der Kartellstrafe der EU-Wettbewerbsbehörde gegen Google (2,42 Milliarden Euro), verschafft der US-Konzern weiterhin seinem eigenen Produkt- und Preisvergleichsdienst, Google Shopping, wettbewerbswidrige Vorteile, indem Google diesen ganz oben in den Suchergebnissen platziert und somit die Angebote der Konkurrenz herabstuft.

Google missbraucht Vormachtstellung auf Kosten von Konsumenten und Preisvergleichsportalen

Obwohl Google seit 2017 verpflichtet ist konkurrierende Preisvergleichs-Angebote in den prominent platzierten Google Shopping Units auf der Suchergebnisseite zu listen, landen nicht mal 5% dieser User bei einer Preisvergleichsplattform. In der Regel werden Google-User nicht zu den Preisvergleichsseiten weitergeleitet, sondern direkt zu den Shops der Händler. Davon profitiert wiederum nur Google.

„Google nutzt seine Monopol-Stellung im Suchmaschinen-Bereich gnadenlos aus und setzt damit Preisvergleichsplattformen immens unter Druck. Googles derzeitige Praktiken gefährden europaweit nicht nur tausende Arbeitsplätze, am Ende bezahlt auch der Konsument höhere Preise“, meint Markus Nigl, CEO vom österreichischen Geizhals Preisvergleich und spielt auf eine 2019 durchgeführte Studie an, die aufzeigt, dass Google höhere Preise anzeigt als konkurrierende Preisvergleichsplattformen. Der Studie nach zahlen Google-User im Schnitt 13,7% mehr.

Rückfragen & Kontakt:

Michael Nikolajuk
Leitung Marketing & Kommunikation
Geizhals (R) - Preisvergleich

E-Mail: michael.nikolajuk@geizhals.at
Tel: +43 1 5811609/62

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001