Bundesjugendvertretung: Gewaltprävention verstärken!

Es braucht wirksame Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen.

Wien (OTS) - Zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen betont die Bundesjugendvertretung (BJV) die Notwendigkeit von Prävention und Unterstützung für Betroffene.

„Frauen werden häufig im sozialen Nahraum, beispielsweise in der Familie, Opfer von Gewalt. Wir alle müssen hinschauen, um Gewaltspiralen so früh wie möglich zu durchbrechen", so BJV-Vorsitzende Caroline Pavitsits. Insgesamt dürfen Gewalttaten weder verharmlost noch tabuisiert werden. Wichtig seien gesellschaftliche Bewusstseinsbildung, aber auch spezifische Schulungen für Berufsgruppen wie ÄrztInnen oder PädagogInnen, damit Gewalttaten nicht unerkannt bleiben.

Die BJV zeigt auch auf, dass Gewalt an Frauen oft auch Gewalt an Kindern ist. "Bei Gewalttaten in der Familie sind Kinder oft selbst direkt betroffen oder werden ZeugInnen von Gewalt", erklärt Pavitsits.


Julia Rainer, Sprecherin des BJV-Frauenkomitees, ergänzt: "Betroffene brauchen umgehende Unterstützung. Es darf nicht sein, dass Gewaltopfer lange auf Beratungs- oder Therapieangebote warten müssen bzw. diese an den Kosten scheitern. Frauen- und Familienberatungsstellen müssen verstärkt gefördert und abgesichert werden. Sie sind oft die erste Anlaufstelle und können notwendigen Schutz bieten."

"Prävention und Hilfe müssen an erster Stelle stehen. Ebenso braucht es weiterführende Arbeit mit Tätern. Einfach nur Strafen zu erhöhen, greift am wenigsten", fasst Pavitsits zusammen.

Letztlich speist sich Gewalt an Frauen aus struktureller Benachteiligung und einseitigen Rollenbildern. Es muss so früh wie möglich angesetzt werden, diese zu durchbrechen. "Kinder und Jugendliche müssen in ihrer Vielfalt gestärkt werden und ihnen müssen Konfliktlösungswege und Umgang mit Aggression abseits von Gewalt aufgezeigt werden. Außerdem braucht es Maßnahmen, damit Frauen nicht in die Abhängigkeit von Männern gedrängt werden", betont Pavitsits.

Wenn es um politische Entscheidungen rund um das Thema Gewalt geht, ist für die BJV wichtig, dass ExpertInnen einbezogen werden. "Es darf nicht so sein wie beim jüngsten Beschluss des Gewaltschutzpakets, dass ExpertInnenstimmen völlig außen vor bleiben", betonen Pavitsits und Rainer abschließend.

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