Monika Vana zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen: Neue Kommission muss Gewaltschutz zur Priorität erklären!

EU-Beitritt zur Istanbuler Konvention ist ein wichtiger Schritt

Brüssel (OTS) - Monika Vana, Leiterin der EU-Delegation der europäischen Grünen, fordert anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen bessere rechtliche Rahmenbedingungen, mehr Prävention und mehr konkrete Maßnahmen:

"Die für Donnerstag geplante Resolution zum Beitritt der gesamten EU zum Übereinkommen von Istanbul ist zu begrüßen, jedoch muss die Resolution auch nachhaltig umgesetzt werden. Gewalt gegen Frauen ist ein alarmierendes Problem, an dessen Bekämpfung immer noch nicht effizient genug gearbeitet wird. "

"Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: Sexismus, sexuelle Gewalt, sexuelle Belästigung, Stalking, Beleidigungen und Bedrohungen. Die Dunkelziffer bei non-letalen Fällen von Gewalt gegen Frauen ist eine sehr hohe und Gewalt gegen Frauen betrifft sehr oft auch Kinder, die in Mitleidenschaft gezogen und entweder selbst Gewalt erleiden müssen oder zumindest traumatisiert werden. Wir brauchen dringend eine Erhöhung der finanziellen Unterstützung von Opferschutzeinrichtungen, Initiativen gegen Hassbotschaften im Internet sowie den Ausbau von Präventionsarbeit und Bewusstseinsbildung.“

"Ich fordere schon seit Jahren eine EU-weite Richtlinie zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Die Entwicklung in Österreich ist besorgniserregend: 2014 wurden 19 Frauen von Menschen in ihrem direkten Umfeld getötet, 2018 waren es mit 41 Toten mehr als doppelt so viele. EU-weit ist jede dritte Frau körperlicher bzw. sexueller Gewalt ausgesetzt."

"Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul–Konvention) schafft verbindliche Rechtsnormen und ist ein wichtiges Instrument zum Schutz von Frauen und Kindern. Es ist völlig unverständlich, dass die EU-Mitgliedsstaaten Großbritannien, Lettland, Litauen, Tschechien, Slowakei, Bulgarien und Ungarn das Abkommen zwar unterzeichnet, aber noch immer nicht ratifiziert haben." so Vana abschließend.


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