Schwarz/Mahrer: Flächendeckende Gewaltprävention an Schulen gefordert

Analog zur Verkehrserziehung umfassende Zusammenarbeit mit Polizei notwendig – Objektive Dokumentation von Vorfällen wichtig

Wien (OTS) - „Kinder müssen so früh wie möglich lernen, Aggression und Gewalt richtig zu kanalisieren und zu lenken. Dafür braucht es eine flächendeckende Gewaltprävention analog zur Verkehrserziehung ab der 1. Sekundarstufe“, fordern ÖVP-Bildungssprecherin Sabine Schwarz und Sicherheitssprecher Karl Mahrer. Allerdings versuche die rot-grüne Stadtregierung nach ein paar oberflächlichen Maßnahmen beim Thema Gewalt an den Schulen wieder „den Deckel darauf zu bekommen“ und fahre ihre volles Beschwichtigungs- und Relativierungsprogramm aus. „Wir haben dafür gesorgt, dass der Deckel bei diesem Thema endlich gehoben wird und tabulos diskutiert werden kann. Gewalt an den Schulen hat sich schließlich nicht über Nacht in Luft aufgelöst. Runde Tische, Broschüren und Telefonhotlines sorgen nicht für eine echte Entspannung. Dafür sind grundlegende, tiefgreifende und umfassende Maßnahmen notwendig – und zwar flächendeckend in enger Zusammenarbeit mit der Polizei“, so Schwarz. Auch bringe es nichts, selbst erhobene „Selektionen“ über Vorfälle an Schulen zu veröffentlichen, die jenen der Polizei widersprechen. „Wir fordern eine objektive Dokumentation von Vorfällen an den Schulen, die nicht durch die Zählmaschine der Bildungsdirektion läuft“, so Schwarz. Darüber hinaus fordere die neue Volkspartei Wien einen Schulsozialpädagogen pro Schulstandort sowie eine unabhängige und persönlich erreichbare Beratungsstelle für Lehrerinnen und Lehrer.

Der für die Prävention wichtigste und relevanteste Punkt sei jedoch eine flächendeckende Gewaltprävention, so Sicherheitssprecher Karl Mahrer: „Seit vielen Jahrzehnten ist Verkehrserziehung an Volksschulen in Zusammenarbeit zwischen Polizei und Pädagogen selbstverständlich. Der steigenden Gewaltbereitschaft in den Schulen und Freizeiteinrichtungen durch Jugendliche sollte durch ein ähnliches Zusammenspiel zwischen Polizei und Lehrern wirksam begegnet werden“, so Mahrer. Die Polizei biete dazu teilweise interaktive Präventionstools an, die gemeinsam mit Pädagoginnen und Pädagogen erarbeitet worden sind. „Viele Lehrerinnen und Lehrer berichten von sehr positiven Erfahrungen. Diese kostenlos angebotenen Leistungen der Polizei werden jedoch derzeit nur teilweise und viel zu wenig in Anspruch genommen“, so der Sicherheitssprecher. Eine flächendeckende Präventionsschulung besonders für 11-12-jährige zu den Themen Gewalt, Mobbing, Cyberkriminalität, Drogenkriminalität und Strafmündigkeit wäre erforderlich.

Weiters spricht sich Mahrer auch dafür aus, einen transparenten Konsequenzen-Katalog an Schulen zu kommunizieren, der auch tatsächlich umgesetzt wird. Neben der Dokumentation niederschwelliger Anlassfälle bzw. einer Ermahnung solle es auch die kurzfristige Zuteilung in temporäre Förderklassen geben bzw. schlussendlich die Versetzung in sozialpädagogische Schulzentren. Alle strafbaren Handlungen ab dem 14. Lebensjahr sind im Rahmen des Offizialprinzips zur Anzeige zu bringen. Aber auch bei Strafunmündigkeit müsse der Vorfall behördliche Konsequenzen wie die Einschaltung des Jugendamts nach sich ziehen. „Eltern, die an der Erziehungspflicht ihrer Kinder nicht aktiv mitwirken wollen, haben ebenfalls mit Konsequenzen – wie etwa der Kürzung von Sozialleistungen – zu rechnen“, so Mahrer.



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