„Orientierung“ über 30 Jahre Kinderrechtskonvention

Am 24. November um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 24. November 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

30 Jahre Kinderrechtskonvention: Gegen ausbeuterische Kinderarbeit

Weltweit müssen 152 Millionen Kinder arbeiten, 73 Millionen davon unter ausbeuterischen Bedingungen – daran wurde dieser Tage angesichts des 30-jährigen Bestehens der UN-Kinderrechtskonvention erinnert. Zwar ist die Zahl arbeitender Kinder seit der Jahrtausendwende international deutlich zurückgegangen, doch in der globalisierten Ökonomie lauern neue Gefahren. Eine Garantie, dass Produkte, die das Resultat ausbeuterischer Kinderarbeit sind, nicht auch in Österreich verkauft werden, gibt es derzeit nicht. Die „Dreikönigsaktion“ (DKA) – das Hilfswerk der Katholischen Jungschar – fordert mit ihrer Initiative „Kinderarbeit stoppen“, die künftige Regierung möge Gesetze erlassen, die verhindern sollen, dass auch hierzulande Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit auf den Markt kommen. Statt einer Selbstverpflichtung von Unternehmen soll – ähnlich wie in den Niederlanden – ein Gesetz Unternehmen zwingen, „umfassende menschenrechtliche Sorgfaltspflicht“ bezüglich ihrer Produkte zu übernehmen. Bericht: Klaus Ther.

Land im Umbruch: Neue Freiheiten in Usbekistan

Usbekistan in Zentralasien galt viele Jahre lang als eine der brutalsten Diktaturen der Welt. Das Land ist mehrheitlich muslimisch, der langjährige Herrscher Islam Karimow fürchtete stets, Islamisten könnten ihm die Macht streitig machen. Als Reaktion verfolgte er nicht nur nachweislich extremistische Personen, sondern ließ auch Tausende unschuldige Gläubige ins Gefängnis werfen, foltern und manchmal auch töten. Doch Karimow ist seit drei Jahren tot und sein Nachfolger im Präsidentenamt, Schawkat Mirsijojew, hat die staatliche Religionspolitik deutlich gelockert. Ein „Orientierung“-Team hat Usbekistan besucht und ein Land erlebt, in dem der vormals unterdrückte Islam nun gefördert wird, in dem Gefangene aus dem Gefängnis freigekommen sind, in dem aber auch weiterhin der Staat vorgibt, welcher Richtung des Islam die Gläubigen folgen müssen. Bericht: Christian Lininger.

Wurzeln in Wien: Die „Innitzer-Schwestern“ in Indien

„Königin der Apostel“ heißt ein Missionsorden, der 1923 in Wien gegründet wurde – unter tatkräftiger Mithilfe des damaligen Universitätsprofessors und späteren Wiener Erzbischofs Theodor Innitzer. Die meisten Niederlassungen hat die Gemeinschaft von etwa 950 Schwestern heute in Indien, wo die Frauen ein Segen für Christen, Hindus und Muslime gleichermaßen sein wollen. Ihr Engagement beeindruckt: Schulbildung, Sozialarbeit, medizinische Versorgung im Krankenhaus und im Dorf, vielfältige Unterstützung für Frauen und Kinder. Dabei sind sie bemüht, immer mehr an die Peripherie zu gehen, um dort Not aufzuspüren und den Ärmsten nahe zu sein. Bericht:
Christian Rathner.

Vom Surfbrett auf die Kanzel: Das Leben der Pastorin Mira Ungewitter

Die baptistische Pastorin Mira Ungewitter träumt von einer Kirche, in der Platz für unbequeme Fragen, für Zweifel und auch revolutionäre Ideen ist. Zum Glauben hat die überzeugte Christin über Umwege gefunden. Eigentlich wollte sie Eventmanagerin werden. Und genau von diesen Umwegen, von der Suche nach Gott und ihrer Entscheidung, Pastorin zu werden, handelt auch ihr Buch „Roadtrip mit Gott“. Darin erzählt sie von einem Glauben, der sie immer wieder neu herausfordere, mitunter an ihre Grenzen bringe, aber auch eine ungeahnte Freiheit spüren lasse. Seit vier Jahren ist sie Pastorin in der „projekt:gemeinde“ in Wien – einer jungen Baptistengemeinde mit zwei Standorten im zweiten und im dritten Wiener Gemeindebezirk. In Wien wurde übrigens auch die erste Baptistengemeinde Österreichs gegründet: 1869, vor genau 150 Jahren. Bericht: Karoline Thaler.

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