Wohnbauförderung im Zeichen der Nachhaltigkeit

Seiser, Schaunig, Schaar: Umweltfreundlichkeit, flexible Impulsprogramme und Barrierefreiheit stehen im Fokus der Novellierung des Wohnbauförderungsgesetzes.

Klagenfurt (OTS) - Eine Unwettermeldung jagt die nächste, der Klimawandel ist längst weithin spür- und sichtbar. Klimaschutz großzuschreiben und Maßnahmen für ökologische Nachhaltigkeit zu ergreifen, gilt es in allen Lebensbereichen konsequent zu verfolgen. Genau das bezweckt auch die gestern, Donnerstag, vom Kärntner Landtag beschlossene Novelle des Kärntner Wohnbauförderungsgesetzes: diese stellt sicher, dass Impulsprogramme, insbesondere im Bereich der Sanierung umgesetzt werden können. Die mehrjährigen Impulsprogramme ermöglichen es flexibel auf Bedarfe zu reagieren.

„Für mich als Vorsitzenden des Wohnbauförderungsbeirates ist das eine klare Win-Win-Situation. Durch die Fokussierung auf nachhaltige und klimarelevante Kriterien haben alle Kärntnerinnen und Kärntner die Möglichkeit, durch Schaffung oder Sanierung von Wohnraum ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – und können gleichzeitig ihre individuelle Wohnsituation und ihren eigenen Lebensstandard verbessern, sowie Energie und Betriebskosten einsparen. Mit dieser Wohnbauförderung liefern wir für den Alltag und stellen die Weichen für einen ökologische, nachhaltige und energieeffizientere Zukunft“, betont Klubobmann Herwig Seiser.

Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig nimmt Bezug auf eine bereits erfolgreiche Maßnahme der Kärntner Wohnbauförderung, die beispielgebend für weitere Impulsprogramme ist: „Bereits unser „Raus aus fossilen Brennstoffen“-Programm weist die höchste Förderung aller Bundesländer auf. Bei genauer Beobachtung stellt sich heraus, dass eine enorme Steigerung der Inanspruchnahme der Förderung erkennbar ist. Von 2018 auf 2019 verdoppelte sich die Anzahl der gestellten Anträge sogar.“ Genau diese flexible Ausgestaltung der Impulsprogramme in Bereichen, in denen Unterstützung zeitgemäß und essentiell ist, soll auch die vom Landtag beschlossene Novelle ermöglichen und die Sanierungsoffensive in Kärnten noch weiter voranbringen.

„Mit der gemeinsamen Klima-Agenda setzen wir im Land Kärnten quer über alle Bereiche und Referate gezielt Maßnahmen zum Schutz des Klimas um“, sagt Umwelt- und Klimaschutzreferentin Landesrätin Sara Schaar. Eine konkrete Maßnahme im Bereich der Wohnbauförderung ist das Impulsprogramm „Raus aus fossilen Brennstoffen“, welches den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energie „befeuern“ und einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emmissionen leisten soll. Schaar: „Raus aus Öl, Kohle und Gas, rein in die Zukunft – so die Devise. Durch den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien möchten wir fossile Brennstoffe weiter zurückdrängen und den Energieverbrauch im Gebäudesektor deutlich reduzieren. Gelingen soll das mit finanziellen Anreizen und der kostenlosen Vor-Ort-Energieberatung“, so Schaar. Privaten Haushalten mit Sanierungsbedarf rät die Umwelt- und Klimaschutzreferentin, von der unabhängigen, kompetenten Beratung durch die zertifizierten Energieberaterinnen und –berater des Landes Gebrauch zu machen – und das so früh wie möglich. „So erhält man eine fachlich fundierte Grundlage für nachhaltige Investitionen, die sich sowohl positiv auf den Klimaschutz als auch auf die eigene Haushaltskasse auswirken.“

Im Hinblick auf die Impulsprogramme möchte Wohnbaureferentin Schaunig vor allem den Förderwerberinnen und Förderwerbern noch bessere Rahmenbedingungen bieten, um weitere Sanierungsanreize im Sinne des Klimaschutzes und der Dekarbonisierung zu geben: So sollen zum Beispiel die bisher geltende Quadratmeterobergrenze bei Sanierungen fallen und neue Formen von Maßnahmen gegen sommerliche Erwärmung von Gebäuden gefördert werden.

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