TERMINAVISO: Drei neue Galerieausstellungen im Weltmuseum Wien

Einladung zum Pressegespräch am Mittwoch, den 4. Dezember um 10 Uhr

Wien (OTS) - Das Weltmuseum Wien bespielt seine Ausstellungsgalerien ab Dezember mit gleich drei neuen Ausstellungen. Zwei Fotografieausstellungen sowie eine Ausstellung mit Objekten aus der Sammlung des Weltmuseum Wien, die die koloniale Vergangenheit kritisch beleuchtet, werden ab Dezember die Galerieräumlichkeiten im ersten Stock schmücken. Von einer fotografischen Reise durch Brasilien, der Schönheit spiritueller Kommunikation bis hin zu „kolonialen Dingern“ wird ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Galerie A: Faces in Prayer – Photography by Katharina Heigl

5. Dezember 2019 bis 30. Juni 2020

Die Fotografin Katharina Heigl zeigt mit „Faces in Prayer“ dreißig Gesichter, beleuchtet von der Schönheit der spirituellen Aussprache, des Gebets, der Meditation. Intime fotografische Porträts von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, die dabei sind ihr innerstes Selbst mit etwas anderem zu verbinden, vielleicht außerhalb von sich selbst, aber immer noch ein grundlegender Teil des Kerns ihrer Menschlichkeit.

Katharina Heigl will mit ihrem Projekt „Faces in Prayer" die persönlichen Aspekte der Religion im Gegensatz zu den politischen Komponenten hervorheben und somit Religion als Mittel betrachten, das den Menschen Lebensstruktur, Spiritualität und moralische Orientierung gibt. Sie entdeckt dabei, dass Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen im Gottesdienst mehr gemeinsam haben, als man annehmen würde.

Galerie B: Metamorphosis. Brazil 1998 – Photography by Andrea Altemüller

5. Dezember 2019 bis 24. März 2020

Der brasilianische Regenwald ist eine umkämpfte Kulturlandschaft, heute mehr denn je. 1998 bereiste die deutsche Fotografin Andrea Altemüller das brasilianische Amazonasgebiet. Sie begegnete dabei Menschen, die die Rohstoffe des Regenwaldes auf gegensätzliche Weise transformieren.

In der Fotoserie „Erde aus meinem Fluss“ porträtiert Andrea Altemüller die Künstlerin Izer Campos. Unweit der Metropole Belem schuf Campos organische Skulpturen aus Keramik, für die sie das Material im Rhythmus der Gezeiten aus dem Flussbett holte. Die Fotoserie „deforestation of the rainforest“ hingegen thematisiert die Abholzung des Regenwaldes unter anderem zur Produktion von Holzkohle. Die Ausstellung „Methamorphosis. Brazil 1998“ stellt erstmals beide Fotoserien einander gegenüber. Sie öffnet einen reflexiven Gedankenraum, in dem kreative und zerstörerische Kräfte des Menschen aufeinander treffen.

Galerie C: Ein koloniales Ding – Kurartiert von Claudia Augustat

5. Dezember 2019 bis 30. Juni 2020

Die Frage, wie ethnografische Museen mit ihren kolonialen Vergangenheiten umgehen sollen, wurde während der letzten Jahre zunehmend in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Daraus entwickelte Leitfäden und Empfehlungen berücksichtigen folgende Aspekte: Wer muss, soll oder kann restituieren? An wen soll materielle Kultur zurückgegeben werden?

Die Ausstellung „Ein koloniales Ding“ versteht sich als Beitrag zu diesen Diskussionen. Sie versammelt 12 Objekte, die zum Teil sehr unterschiedlich sind: unter anderem ein Babytragband aus Brasilien, eine hölzerne Brustplatte von der Osterinsel, eine Maske der Haida, eine kleine Votivgabe aus den Schulterblättern von Schafen aus der Mongolei, ein Smartphone, die Reproduktion eines Hofzwergs aus dem Königreich Benin und die sterblichen Überreste eines weltberühmten Entdeckers. Sind das alles koloniale Dinge? Und können uns Leitfäden und Empfehlungen helfen zu entscheiden, ob sie jemandem zurückgegeben werden sollten?

Wir laden Sie herzlich zum Pressgespräch ein und bitten um Anmeldung unter info.pr@weltmuseumwien.at

Es sprechen:

  • Christian Schicklgruber (Direktor Weltmuseum Wien)
  • Katharina Heigl (Fotografin „Faces in Prayer“)
  • Andrea Altemüller (Fotografin „Metamorphosis. Brazil 1998“)
  • Claudia Augustat (Kuratorin „Ein koloniales Ding“)

Pressegespräch zur Eröffnung der drei neuen Galerieausstellungen

Datum: 04.12.2019, 10:00 - 11:00 Uhr

Ort: Weltmuseum Wien
Heldenplatz, 1010 Wien, Österreich

Rückfragen & Kontakt:

KHM-Museumsverband
Nina Auinger-Sutterlüty
Leitung PR, Online Kommunikation und Social Media
Tel.: 0043-152524-4021
info.pr@weltmuseumwien.at
www.weltmuseumwien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KHM0001