- 21.11.2019, 09:27:35
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ÖAMTC-Untersuchung: Blendung im Straßenverkehr (+Fotos, +Video)
Bauart der Scheinwerfer hat den größten Einfluss
Utl.: Bauart der Scheinwerfer hat den größten Einfluss =
Wien (OTS) - Werden Autofahrer von einem anderen Fahrzeug geblendet,
kommt es im Straßenverkehr immer wieder zu gefährlichen Situationen.
Speziell im Herbst und Winter, wenn viele Wege bei Dunkelheit
stattfinden, wird Blendung oft zum Unfallrisiko. "Beim Mobilitätsclub
gibt es dazu immer wieder Anfragen. Es scheint demnach, dass
Häufigkeit und Intensität der Blendung mit dem Aufkommen von
Xenon-Scheinwerfern in den 1990ern, spätestens aber mit der aktuellen
LED-Technologie, zugenommen haben", berichtet ÖAMTC-Techniker Steffan
Kerbl. Der Mobilitätsclub hat daher untersucht, wovon das
Blendungsempfinden abhängt.
Den größten Einfluss hat die Bauart der Scheinwerfer. Kerbl erklärt:
"Auch wenn die Beleuchtungsstärke, die in Lux gemessen wird, gleich
ist, blendet eine kleine Lichtquelle deutlich stärker als eine
größere. Die Folge: Scheinwerfer, bei denen LEDs direkt nach vorne
abstrahlen, sind für das Auge unangenehmer als Systeme, bei denen das
Licht indirekt über einen Reflektor abgegeben wird."
Interessanterweise ist in diesem Fall der Blendeffekt geringer, ohne
dass das Licht auf der Straße zwangsweise schlechter sein muss.
Nicht zu vernachlässigen sind in Sachen Blendung aber auch andere
Punkte, vor allem der Zustand der Frontscheibe. "Schmutz und Kratzer
führen zur Lichtstreuung – je sauberer die Scheibe ist, desto weniger
wird man geblendet", hält der ÖAMTC-Experte fest. Umgekehrt ist ein
zerkratzter, verschmutzter oder beschädigter Scheinwerfer auch eine
Blendquelle für den Gegenverkehr. "Oft hilft schon die korrekte
Lichteinstellung, die regelmäßig und auch anlassbezogen, z.B. vor
längeren Fahrten, kontrolliert werden sollte", stellt Kerbl klar.
Weil man dafür geeignete Rahmenbedingungen braucht, sollte man sich
damit unbedingt an Technikexperten wenden, z.B. an den Stützpunkten
des Mobilitätsclubs.
Tipp des ÖAMTC-Experten: Nicht direkt in den Scheinwerfer
schauen
Grundsätzlich ist zwischen tatsächlich messbarer und empfundener
Blendung zu unterscheiden. "Im Sinne der Verkehrssicherheit sind
beide Arten gefährlich. Während der psychologische Blendeffekt jedoch
eher ablenkend wirkt, sorgt die physiologische Blendung tatsächlich
dafür, dass dunkle Objekte in der Nähe der Lichtquelle schlechter
erkannt werden", fasst Kerbl zusammen.
Wer sich geblendet fühlt, sollte sich konzentrieren, nicht direkt in
die Leuchten der voranfahrenden und entgegenkommenden Autos zu
schauen. "Vor allem beim Warten an der Ampel empfiehlt es sich,
bewusst am Vordermann vorbei zu blicken, wenn man das Gefühl hat, von
dessen Bremslichtern geblendet zu werden", rät der ÖAMTC-Techniker
abschließend.
Aviso an die Redaktionen: Weitere Fotos zu dieser Aussendung gibt es
im ÖAMTC-Presseportal unter www.oeamtc.at/presse zum Download. Ein
Video ist auf Anfrage unter kommunikation@oeamtc.at erhältlich.
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