NEOS: Hausapotheken-Kampagne der Ärztekammer ist zu einseitig

Gerald Loacker: „Die Ärztekammer argumentiert für den eigenen Vorteil, eine Ausweitung und Erleichterungen für Apotheken wäre nützlicher für Menschen in ländlichen Regionen.“

Wien (OTS) - Ablehnend reagiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker auf die Forderung der Ärztekammer, die Hausapotheken auszuweiten. Dies würde zu mehr Kosten und Nachteilen für Patient_innen führen: „Die Ärztekammer argumentiert hier für den eigenen Vorteil, um mit Hausapotheken das Einkommen der Ärzte aufzubessern. Schon jetzt hat Österreich im EU-Vergleich die höchste Dichte an Hausapotheken in Arztpraxen. Studien zeigen aber, dass Ärztinnen und Ärzte mit einer Hausapotheke dazu neigen, mehr Medikamente zu verschreiben, auch weil ihre Patientinnen und Patienten das erwarten. Das erhöht nicht nur die Kosten; Übermedikation ist außerdem eine Gefahr für die Patientinnen und Patienten. Verantwortungsvolle Mitgestalter im Gesundheitswesen bewahren den Blick auf das große Ganze. Wer sich als reine Interessenvertretung für die eigene Berufsgruppe versteht, schadet der eigenen Seriosität. Entsprechend sinnvoller wäre eine Reform der Ärztehonorierung mit den Kassen, anstatt die Hausapotheken als Einnahmen-Kompensation für schlechte und veraltete Honorarverträge zu instrumentalisieren.“

Loacker pocht auf eine bessere Medikamentenversorgung in ländlichen Gebieten durch eine Liberalisierung der Arbeitsbedingungen von Apotheken: „Wer die Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessern will, ermöglicht mehr Filialapotheken in kleinen Gemeinden und erweitert die Möglichkeiten der Zustellung von Medikamenten durch Apotheken. Das wäre eine echte Versorgungsoffensive im Sinne aller Betroffenen.“

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