„WELTjournal“ über „Kuba – Revolution im Ausverkauf“

Am 20. November ab 22.30 Uhr in ORF 2, danach „WELTjournal +: Turbulenzen – Lateinamerika im Umbruch“

Wien (OTS) - Die kleine Karibikinsel Kuba feiert heuer zwei große Jubiläen: 60 Jahre Revolution und den 500. Gründungstag der Hauptstadt Havanna. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt dazu am Mittwoch, dem 20. November 2019, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Kuba – Revolution im Ausverkauf“. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr mit der Dokumentation „Turbulenzen – Lateinamerika im Umbruch“ eine geopolitische Bestandsaufnahme, die aus den Fehlern der Vergangenheit Lehren für die Zukunft ableiten will.

WELTjournal: „Kuba – Revolution im Ausverkauf“

60 Jahre Revolution und 500. Gründungstag der Hauptstadt Havanna – die pittoreske Altstadt mit ihren verfallenen Kolonial-Bauten wird renoviert und herausgeputzt. Nach der Revolution 1959 herrschte der Traum einer klassenlosen Gesellschaft. Viele Kubaner/innen halten daran fest, andere halten die Utopie für gescheitert. Die alten Bewohner/innen des malerischen Stadtkerns werden in die Vorstädte umgesiedelt, um Hotels und Restaurants für Tourist/innen Platz zu machen. Die kubanische Regierung ist auf Devisen aus dem Ausland angewiesen, nicht zuletzt wegen der verschärften Embargopolitik der USA.
„WELTjournal“-Reporter Patrick A. Hafner zeigt, wie Kuba seit Jahren zwischen einer Politik der Öffnung und dem Festhalten an alten Dogmen pendelt. Während die Regierung versucht, der Bevölkerung privates Unternehmertum zu ermöglichen, fürchtet man gleichzeitig, die USA könnten Kubas neue Geschäftsleute für einen politischen Wandel instrumentalisieren. Und so geben sich Entwicklung und Rückschritt ein fortwährendes Stelldichein.

WELTjournal +: „Turbulenzen – Lateinamerika im Umbruch“

Boliviens Präsident nach Machtkampf geflüchtet, Venezuela in einer katastrophalen Krise, Proteste in Chile, Nicaragua und Ecuador, Brasilien von einem rechtsextremen Präsidenten regiert. Quer durch Lateinamerika kommt es zu politischen Verwerfungen, überall verlieren progressive Kräfte an Boden. Vor 20 Jahren waren in vielen Ländern Sozialistinnen und Sozialisten sowie Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten an die Macht gekommen und hatten in einer Phase wirtschaftlichen Wachstums die Armut verringert und Demokratisierung, Umverteilung und gesellschaftliche Entwicklung vorangetrieben. Mittlerweile ist diese Ära einer Zeit der großen Instabilität gewichen. Linke Regierungen werden von den Bürgerinnen und Bürgern, die sie einst wählten, angefochten.
„WELTjournal +“ zeigt die Reise des früheren chilenischen Präsidentschaftskandidaten Marco Enriquez-Ominami vor zwei Jahren zu früheren Ikonen der Linken in Lateinamerika: zu Ecuadors damaligem Präsidenten Rafael Correa, der früheren brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff und Uruguays langjährigem Präsidenten Pepe Mujica ebenso wie zu Boliviens erstem indigenen Präsidenten Evo Morales, der jetzt ins Exil musste, und zu Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, der sein Land in den Abgrund gewirtschaftet hat und seit Monaten mit gewalttätigen Massenprotesten konfrontiert ist.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0004