Neue Qualifizierungsoffensive für Menschen über 25 Jahre

LH Mikl-Leitner: „Gelebte Sozialpartnerschaft“

St. Pölten (OTS/NLK) - Vor kurzem trafen wieder hochrangige Vertreter des Landes, der Sozialpartner, des Arbeitsmarktservice, Unternehmer und Arbeitnehmer im Rahmen der Initiative „Wirtschaft und Arbeit im Dialog“ zusammen. Ein Ergebnis dieser Arbeitsmarktgipfel war ja auch die Lehrlingsoffensive für Jugendliche bis 25 Jahre, die mit Anfang des Jahres gestartet worden war. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dazu am Sonntag in der Radiosendung „Niederösterreich im Gespräch“:
„Seit dem Start der Lehrlingsoffensive verzeichnet Niederösterreich von allen Bundesländern den höchsten Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortsetzen, und daher werden wir auch im nächsten Jahr 46 Millionen Euro bereitstellen. Damit schaffen wir wieder 7.000 Ausbildungsplätze für Jugendliche bis 25 Jahre.“

Zusätzlich zur Lehrlingsoffensive für Jugendliche bis 25 Jahre wird nun eine Qualifizierungsoffensive für Menschen über 25 Jahre gestartet. Dabei werden 3.500 Plätze zur Verfügung gestellt und 31 Millionen Euro investiert. Die Qualifizierungsoffensive war das Ergebnis einer Arbeitsgruppe unter der Leitung von AMS NÖ-Geschäftsführer Sven Hergovich. Eine zweite Arbeitsgruppe, geleitet von WK NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, widmete sich dem Thema „Lehre mit Matura“ und hat verstärkte Kombinationsmöglichkeiten ausgearbeitet, etwa auch im Zusammenhang mit einem Studium. Die dritte Arbeitsgruppe hatte die Berufsorientierung zum Thema. Unter der Leitung von AK NÖ-Präsident Markus Wieser hat man einen modernen Internet-Auftritt unter www.berufsinfo-noe.at erarbeitet. Die vierte Arbeitsgruppe, geleitet von IV NÖ-Präsident Thomas Salzer, widmete sich dem Thema Innovation. Hier geht es vor allem um die Förderung von Kindern und Jugendlichen im Bereich Naturwissenschaften, etwa durch das „MINT-Gütesiegel“ für Schulen oder so genannte „MINT-Mittelschulen“.

Martin Forster, Geschäftsführer Technik und Kaufmännischer Leiter bei der Firma Egger Getränke, war Mitglied der Arbeitsgruppe „Lehre mit Matura“. Er sagte im Zuge der Radiosendung: „Die Arbeitsgruppe ,Lehre mit Matura‘ trifft mit ihren Inhalten den Zeitgeist von neuen Ausbildungsformen für Fach- und Führungskräfte.“ Ein sehr gutes Beispiel sei sein Mitarbeiter Alexander Reiter, der sich nach der Matura entschlossen habe, die Lehre zum Brau- und Getränketechniker zu absolvieren. Reiter selbst meinte über seine Motivation, nach der Matura eine Lehre zu beginnen, er wolle „am Arbeitsmarkt als ausgebildete Fachkraft auftreten“ und so „jeden Bereich in unserem Unternehmen erlernen und tatkräftig unterstützen“ können.

Für die Landeshauptfrau ist der Dialog zwischen Wirtschaft und Arbeit ein großes Anliegen, wie sie abschließend betonte: „Weil ich fest davon überzeugt bin, dass wir nur gemeinsam aktuelle Herausforderungen meistern und die besten Lösungen finden können. Darum ist mir dieser Dialog mit den Sozialpartnern, mit dem AMS, mit den Unternehmern und Arbeitnehmern sehr wichtig, denn das ist für mich ,gelebte Sozialpartnerschaft‘“.

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