Oö. Volksblatt: "A bisserl Ja und Nein" (von Harald ENGELSBERGER)

Ausgabe vom 16. November 2019

Linz (OTS) - Gestern wurde der Regionale Strukturplan Gesundheit 2025 für Oberösterreich von der so genannten Landes-Zielsteuerungskommission einstimmig beschlossen. Neben den Sozialversicherungsträgern sitzen auch Vertreter der politischen Fraktionen in diesem Gremium. Das heißt, die Politik trägt diese Entscheidung mit, möchte man meinen.
Denn die SPÖ, für die Gesundheitssprecher Peter Binder in diesem Gremium sitzt, sagte zwar Ja zum neuen Gesundheitsplan. Im nächsten Satz aber gleich wieder ein bisserl Nein.
Noch schärfer dagegen wettert die Arbeiterkammer, sie glaubt, dass unter dem Plan Beschäftigte und Patienten leiden müssen. Und auch diese Kritik hat einen mehr als schalen Beigeschmack, immerhin wurde der Co-Vorsitzende der Kommission, OÖGKK-Obmann Albert Maringer von genau dieser Arbeiterkammer als Obmann entsendet.
Dass diese Lösungen zuerst gemeinsam erarbeitet und dann in der Öffentlichkeit madig gemacht werden, zeugt entweder von schlechter interner Kommunikation oder von schlechtem Stil. Und es ist schade, dass den erarbeiteten Lösungen im ohnehin sehr komplexen Gesundheitsbereich – die im Übrigen von allen Seiten durchaus Lob erhielten – nicht einfach vorbehaltlos eine Chance gegeben wird.

Rückfragen & Kontakt:

Oö. Volksblatt, Chefredaktion
0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001