Rendi-Wagner: Österreich darf sich Kinderarmut nicht leisten

Es muss sofort gehandelt werden – SPÖ unterstützt Volkshilfe-Kampagne gegen Kinderarmut – SPÖ hat 7-Punkte-Plan gegen Kinderarmut

Wien (OTS/SK) - „Jedes 5. Kind in Österreich ist von Armut betroffen. Es geht um 375.000 Kinder, für die es in einem der reichsten Länder der Welt nicht das gibt, das jedem Kind in Österreich zustehen sollte: Eine Kindheit, ohne aufgrund von Armut ausgegrenzt zu sein und eine Zukunft mit fairen beruflichen Chancen“, sagt SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner. „Österreich darf sich Kinderarmut nicht leisten“, betont Rendi-Wagner und fordert erneut Sofortmaßnahmen gegen Kinderarmut. Anlass ist die heutige Kick-Off-Aktion der Volkshilfe-Spendenkampagne für armutsbetroffene Kinder in Österreich. Die SPÖ hat klare Vorstellungen, wie Kinderarmut bekämpft werden kann und wie „allen Kindern alle Chancen auf ein geglücktes Leben gegeben werden können“. Zum 7-Punkte-Plan der SPÖ gehört u.a. ein Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenfreien Kindergarten- sowie Schulplatz, Gratisessen in den Schulen und eine tägliche Turnstunde, eine Rücknahme der Kürzung bei der Mindestsicherung, die Einführung einer Unterhaltsgarantie und die Verdoppelung des Schulstartgeldes. ****

Ganz massiv will die SPÖ im Bildungsbereich ansetzen – bereits im Kindergarten. „Bildung ist die beste Schutzimpfung gegen Armut“, sagt Rendi-Wagner. Bildung wird immer noch vererbt. Kinder aus armen Familien haben geringere Chancen auf eine gute Ausbildung, auf einen sicheren Arbeitsplatz und auf beruflichen Aufstieg. Die SPÖ will daher auch einen gezielten Einsatz von 5.000 LehrerInnen dort, wo sie gebraucht werden, ermittelt durch einen Chancenindex.

Aber auch mit gesundheitlichen Nachteilen sind armutsgefährdete Kinder konfrontiert. „Die armen Kinder von heute sind die chronisch Kranken von morgen“, weiß Rendi-Wagner. Neben einem täglichen gesunden Essen und der täglichen Turnstunde soll es daher auch einen kostenfreien Zugang zu diagnostischen und therapeutischen Leistungen geben – und das in ausreichendem Maß. Derzeit müssen Kinder auf Logopädie, Ergotherapie oder Psychotherapie bis zu einem Jahr warten.

„Die SPÖ wird nicht lockerlassen, bis Kinderarmut der Vergangenheit angehört“, sagt Rendi-Wagner und bedauert, dass der gestrige Fristsetzungsantrag der SPÖ abgelehnt wurde. „Alle Parlamentsfraktionen sind sich einig, dass Kinderarmut bekämpft werden muss. Aber wenn es darauf ankommt, sofort Maßnahmen dagegen zu setzen, können sie sich doch nicht dazu durchringen, dem SPÖ-Antrag zuzustimmen.“ (Schluss) up/bj

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