„Orientierung“ über den Fall des Flüchtlings Hossein K.

Am 17. November um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 17. November 2019, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Abschiebung oder Bleiberecht? Der Fall des Flüchtlings Hossein K.

Nach einem abschlägigen Asylbescheid durch das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) droht dem 20-jährigen Afghanen Hossein K. die Abschiebung nach Afghanistan. Doch Hossein K., als Sohn afghanischer Flüchtlinge im Iran geboren, hat nie im Bürgerkriegsland Afghanistan gelebt und dort auch keine Angehörigen. Er ist Teil der Volksgruppe der Hazara, die in Afghanistan immer wieder Angriffen der radikalislamischen Taliban ausgesetzt sind. In Österreich bereitet sich Hossein K. auf seine Konversion zum Christentum vor, er befindet sich mitten in seiner Taufvorbereitungszeit. Der „Abfall vom Islam“ wäre wohl ein weiterer Gefährdungsgrund für den jungen Mann im Falle einer „Charteroperation“ nach Afghanistan. Bereits seit 2015 ist Schladming seine zweite Heimat. Er gilt als gut integriert und macht eine Lehre als Betriebstechniker in der Klinik Diakonissen Schladming. Nach Festnahme und Schubhaft hielt eine ökumenisch orientierte Solidaritätsbewegung für Hossein K. unter anderem eine Mahnwache und Gebete für sein Bleiben in Österreich ab. Aktiv wurden u. a. auch seine zukünftige Taufpatin Regina Höfer, sein Arbeitgeber Hannes Stickler von der Klinik Diakonissen Schladming sowie die evangelische Pfarrerin Waltraud Mitteregger und andere engagierte Mitglieder der evangelischen Kirche in Schladming. Mit der evangelischen Diakonie versuchen sie, internationalen Schutz für Hossein K. in Österreich zu erwirken. Bericht: Klaus Ther.

„Mädchen, steh auf!“ – Nonnen gegen Frauenhandel

Junge, auch oft minderjährige Frauen, die auf den Straßen Italiens dazu gezwungen werden, sich zu prostituieren: Frauen aus Afrika – vor allem Nigeria –, aber auch Osteuropa sind davon betroffen. Um gegen Menschenhandel dieser und anderer Art anzukämpfen, haben Ordensschwestern vieler Länder ein Netzwerk gegründet. Es heißt „Talitha Kum“ – ein aus dem Aramäischen übersetztes Jesus-Zitat, das so viel bedeutet wie: „Mädchen, steh auf!“. Ein „Orientierung“-Team hat Vertreterinnen des Vereins getroffen und mit betroffenen Frauen darüber gesprochen, wie ihnen der Weg aus der Zwangsprostitution gelungen ist. Bericht: Katharina Wagner.

Auf letzten Wegen: Ehrenamtliche Hospizbegleiter/innen im Einsatz

Eine verantwortungs- und würdevolle Begleitung von unheilbar kranken Menschen, egal ob auf einer Palliativstation oder zu Hause, wäre heutzutage ohne die Mitwirkung von Ehrenamtlichen kaum vorstellbar. Wer findet sich bereit, eine „so harte Arbeit“ – ohne Bezahlung – zu übernehmen? Von „Ausgleich“, „Inspiration“ und „Wertschätzung“ des eigenen Lebens sprechen ehrenamtliche Hospizbegleiter/innen wie die Wienerin Barbara Hanisch. Sie ist seit einigen Jahren auf der Palliativstation des Caritas-Socialis-Hospizes am Rennweg tätig. Ein „Orientierung“-Team hat dort seit Februar 2018 immer wieder gedreht und so die Arbeit von Ehrenamtlichen – im Hospiz, aber auch bei Sterbenden zu Hause – dokumentiert. Bericht: Zoran Dobrić.

Mehr als tausend Tage: Die längste Papstwahl aller Zeiten

„Hier wird der Stellvertreter Christi auf Erden gewählt“, fasst der bekannte Kirchenhistoriker und Bestsellerautor Hubert Wolf den Anspruch der Institution Konklave zusammen: „Der Heilige Geist wählt – und wir, die wir draußen stehen auf dem Petersplatz, wir wären wahnsinnig gern dabei!“ Seit Gregor X., der 1271 nach einer Papstwahl, die sich über drei Jahre hingezogen hatte, in der italienischen Stadt Viterbo zum Oberhaupt der römischen Kirche gewählt wurde, ist das Konklave als letztgültige Form der Papstwahl festgeschrieben. Bericht: Michael Cencig.

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