Sidl: EU-Parlament bleibt bei klarem Nein zu gefährlichen Gentechnik-Importen

EU-Kommission muss umdenken und volle Transparenz für KonsumentInnen herstellen

Wien (OTS/SK) - „Das EU-Parlament bleibt heute seiner konsequenten Linie gegen den Import von gentechnisch veränderten Pflanzen treu“, freut sich SPÖ EU-Abgeordneter Günther Sidl, nachdem sich heute eine Mehrheit gegen den Import weiterer herbizidresistenter Pflanzen ausgesprochen hat. „Diese werden viel zu oft als Futtermittel in der Landwirtschaft oder in der Lebensmittelproduktion eingesetzt. Die Zucht genmanipulierter Pflanzen führt zwangsweise dazu, dass wir immer größere Mengen von gefährlichen Pflanzengiften, wie Glyphosat einsetzen müssen. Das ist ein Teufelskreis aus dem wir endlich ausbrechen müssen. Wenn die EU-Kommission weiterhin immer wieder den Import solcher Produkte zulässt, spiegelt das nicht mehr die Mehrheitsmeinung im Europaparlament oder unter den Mitgliedstaaten wider. Hier muss unter von der Leyen ein Umdenken stattfinden.“ ****

Günther Sidl, Gentechnik-Chefverhandler der sozialdemokratischen Fraktion im EU-Parlament, verweist auch auf den vor kurzem durchgeführten Greenpeace-Marktcheck bei Schweinefleisch in österreichischen Supermärkten: „Obwohl eine überwältigende Mehrheit der ÖsterreicherInnen Gentechnik ablehnt, ist es nur schwer möglich beim Einkauf darauf zu verzichten. Der Großteil des Fleischs in unseren Supermärkten stammt von Tieren, die mit Gentechnik-Soja gefüttert wurden. Das wird auch bei Produktsiegeln, auf die sich die KundInnen oft verlassen, nicht gekennzeichnet. Beim Einkauf gibt es also viel zu wenig Transparenz. Als ersten Schritt muss es zumindest eine eindeutige und transparente Kennzeichnung geben.“ (Schluss) up/mp

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