„Ägypten – Weltreich am Nil“ am 15. November in „Universum History“

Spannende Zeitreise durch die ägyptische Geschichte um 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Eine der ältesten Hochkulturen der Menschheit, gigantische Pyramiden, farbenprächtige Gräber und pompöse Tempelanlagen: Die Geschichte Ägyptens ist von unvergleichlichen Errungenschaften gekennzeichnet. 3.000 Jahre lang herrschten die Pharaonen über das Land am Nil, vergrößerten das Reich durch beispiellose Eroberungsfeldzüge und diplomatische Schachzüge. Die jahrtausendealte Kultur prägte das Leben der Ägypter ebenso wie der Totenkult und die Überzeugung, ein privilegiertes Volk zu sein – schließlich hatten ihnen die Götter das schönste Land der Welt geschenkt. Doch was war das Geheimnis dieses außergewöhnlichen Erfolgs? Wie konnte sich ausgerechnet in einer der trockensten und lebensfeindlichsten Regionen der Erde eine Zivilisation entwickeln, die länger bestand als alle vor und nach ihr? In beeindruckenden Bildern und aufwendig gedrehten Spielszenen zeichnet „Universum History“ in der 90-minütigen Dokumentation „Ägypten – Weltreich am Nil“ am Freitag, dem 15. November 2019, um 22.35 Uhr in ORF 2 die Ursprünge der einstigen Weltmacht nach und zeigt, mit welchen Methoden die moderne Archäologie imstande ist, eine jahrtausendlange Entwicklungsgeschichte nachzuvollziehen.

Als Gründungsdokument gilt eine Steintafel aus dem dritten Jahrtausend vor Christus – die sogenannte Narmer-Palette illustriert die brutale Unterwerfung von Feinden durch einen König namens Narmer. Er soll Ober- und Unterägypten in einer großen Schlacht geeint haben. Beweist diese Tafel die Entwicklung der ägyptischen Kultur aufgrund eines entscheidenden glücklichen Moments der pharaonischen Geschichte oder ist die „Dynastie Null“, wie Archäologinnen und Archäologen den Beginn des glanzvollen Zeitalters der Pharaonen nennen, nicht doch Folge einer langen Reihe taktisch geschickter Entscheidungen schlauer und zielbewusster Regenten? Immer wieder in der Jahrtausende währenden Herrschaft der Pharaonen kam es zu unmittelbaren Konfrontationen der Ägypter mit „Fremdländern“. Die Hyksos, die Herrscher der Fremdländer, übernahmen im Nildelta sogar die Herrschaft. Ein Trauma für die stolzen Ägypter – zwar wurden die Hyksos vertrieben, doch das Land am Nil kam nicht mehr zur Ruhe. Thutmosis, der in dieser für das Weiterbestehen des Imperiums so bedrohlichen Situation den Thron bestieg, gilt heute als der größte Feldherr der ägyptischen Geschichte. In mehr als 20 Jahren erfolgreicher Feldzüge nach Vorderasien gelang es ihm nicht nur, Ägypten zu verteidigen, sondern Frieden mit den feindlichen Fürsten zu schließen.

Etwa 500 Jahre nach ihm forderte Echnaton sogar die Götter zum Kampf. Er entmachtete die Priesterschaft, ließ die Tempel schließen und entriss damit einem Großteil der Bevölkerung seine Lebensgrundlage. Die größte Kulturrevolution in der ägyptischen Geschichte führte letztlich zu einem katastrophalen Niedergang des Imperiums. Doch die Götter blieben Ägypten wohlgesinnt – Echnaton, der „Ketzerkönig“, starb jung, seine gescheiterte Revolution brachte eine neue Art des Glaubens hervor. Weil sie von ihrem obersten Priester, dem Pharao, enttäuscht waren, wandten sich die Menschen nun direkt an die Götter. Die hatten ihnen das Paradies auf Erden geschenkt und das galt es nun, bis in alle Ewigkeit auszudehnen. Mit reich geschmückten Visionen ihrer Jenseitswelt und magischen Ritualen entwickelte sich der Totenkult zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Mit monumentalen Pyramiden, riesigen Tempeln und opulenten Grabanlagen huldigten sie ihrem Glauben und bereiteten ihr Leben für die Ewigkeit vor. Bis heute gilt das Tal der Könige nicht nur als Friedhof der Pharaonen, sondern als ein magischer Ort, an dem die göttliche Weltordnung erhalten wird. Die Sehnsucht der Ägypter nach einem ewigen Leben hat all das hervorgebracht, was uns bis heute an sie erinnert: Pyramiden, Totenbücher, Mumien, Tempel und Gräber zeugen von ihrem Alltag und von ihren gewaltigen Anstrengungen, ein sorgloses Leben im Jenseits antreten zu können.

Susanne Utzt, Christian Feyerabend, Tilman Remme, Stephan Koester, Daniel Gerlach und David Lee dokumentieren in einer spannenden Zeitreise durch die ägyptische Geschichte die markantesten Ereignisse des Reiches und lassen in ihrer Dokumentation die neuesten Ergebnisse der modernen Archäologie in imposanten Spielszenen wieder lebendig werden.

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