Kleinwasserkraft zu Online-Ladestellenverzeichnis: Ökostrompauschale korrigieren!

Für E-Mobilität muss Ladestellennetz weiter verdichtet werden. Mehr als 1.400 Kleinwasserkraftwerke stehen bereit!

Wien (OTS) -

Dass neue Onlineladestellen-Verzeichnis, dass heute von BMNT-Ministerin Patek, BMVIT-Minister Reichhardt und E-Control Vorstand Urbantschitsch vorgestellt wurde, ist als ein weiterer kleiner Schritt am Weg zur Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs zu begrüßen. In Zukunft ist es notwendig, dass es egal wo man sich gerade befinde, überall eine Ladestelle in Reichweite gibt. Dafür ist eine rasche Verdichtung des Ladestellennetzes notwendig. Mehr als 1.400 Kleinwasserkraftwerke wären bestens geeignet, hier einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Ohne Netzverluste könnte direkt an der Quelle 100 % Ökostrom geladen werden, wie ein umfangreiches Projekt von Kleinwasserkraft Österreich im Auftrag des Klimafonds zeigt. Aktuell stehen dem allerdings regulatorische Vorgaben im Weg. Wichtig wäre es daher, endlich die Ökostrompauschale für Überschusseinspeiser so anzupassen, dass dadurch der Betrieb der Ladestellen nicht mehr unwirtschaftlich wird. Ein rascher Ausbau der Ladeinfrastruktur wird dadurch derzeit verhindert.

Ein Kraftwerk mit 500 KW das seinen gesamten Strom ins Netz abgibt muss derzeit keine Ökostrompauschale zahlen. Wird eine Ladestation errichtet, gilt das selbe Kraftwerk als Überschusseinspeiser und muss rund EUR 13.500,- pro Jahr Ökostrompauschale zahlen.

„Diese völlig kontraproduktive Regelung, die im Übrigen auch viele Gewerbebetriebe sehr hart trifft, muss endlich korrigiert werden!“ fordert Kleinwasserkraft Österreich Geschäftsführer Paul Ablinger.

Über Kleinwasserkraft Österreich

Kleinwasserkraft Österreich vertritt die Interessen der Kleinwasserkraftwerksbranche (Kleinwasserkraftbetreiber, Planer und Zulieferindustrie), ist als gemeinnütziger Verein nach dem Vereinsgesetz organisiert und finanziert sich aus den Beiträgen von rund 1.100 Mitgliedern. Wasserkraft ist aktiver Klimaschutz und das Rückgrat der erneuerbaren Stromerzeugung in Österreich.

Derzeit speisen annähernd 4.000 Kleinwasserkraftwerke ca. 6 Terrawattstunden CO2-freien Ökostrom in das öffentliche Versorgungsnetz ein. Sie decken damit mehr als 10 Prozent des österreichischen Strombedarfs und versorgen rund 1,7 Mio. Haushalte (mehr als 50 Prozent der Haushalte in Österreich) mit elektrischer Energie. Bis 2030 kann die Produktion unter entsprechenden Rahmenbedingungen um ca. 3 Terrawattstunden gesteigert werden.

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