Wölbitsch/Korosec: Wien braucht einen Gesundheits- und Pflegegipfel

10-Punkte-Forderungsprogramm zum Thema Gesundheit – Unterstützung unter www.gesundheitssystem-retten.wien

Wien (OTS) - „Das Wiener Gesundheitssystem ist chronisch krank. Es krankt seit vielen Jahren an allen Ecken und Enden. Beinahe täglich kommt eine Baustelle dazu, weil sich die Reformverweigerung der Vergangenheit irgendwann rächt. Nachhaltige und gesamthafte Lösungen bleibt die rot-grüne Stadtregierung jedoch schuldig. Das Wiener Gesundheitssystem braucht aber eine ganzheitliche Therapie und keine Placebos oder kosmetische Pflaster“, so Stadtrat Markus Wölbitsch im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec.

„Wir fordern für Wien einen Gesundheits- und Pflegegipfel“, so Ingrid Korosec, die dazu ein 10-Punkte-Forderungsprogramm vorlegt. Diese Forderungen können unter www.gesundheitssystem-retten.wien unterstützt werden. Schließlich ist die Liste der offenen Baustellen lange. Während die Patientinnen und Patienten mit langen Wartezeiten bei Hausärzten, in Ambulanzen oder bei Operationen konfrontiert sind, reagiere die Stadt Wien nicht mit Lösungen, sondern nimmt die öffentliche Warteliste für Operationen vom Netz und sorgt damit für noch mehr Intransparenz. Diese Wartezeiten resultieren u.a. aus einem Mangel an Kassenärzten vor allem bei Allgemeinmedizinern und Kinderärzten sowie aus einem akuten Mangel an Pflegekräften. Der dringend notwendige Ausbau der Primärversorgungszentren geschehe jedoch bloß im „Schneckentempo“. Daneben gibt es längst überfällige Sanierungsmaßnahmen in teilweise baufälligen KAV-Spitälern während auf der anderen Seite eine Verschwendungssucht herrscht, die ihresgleichen sucht. So habe etwa der KAV 2018 11,3 Mio. Euro alleine für externe Berater ausgegeben. „Stadtrat Hacker und Bürgermeister Ludwig sind gefordert, diese Verschwendung von Steuergeld zu beenden. Die Menschen sollen sich wieder auf das Gesundheitssystem verlassen können“, so Wölbitsch.

Besorgt zeigt sich Ingrid Korosec vor allem im Hinblick auf die laut SPÖ „unabsichtlich“ verschickte Erstversion der Mehrjahresplanung des KAV für die Jahre 2020 bis 2024, in der große Lücken im Budget offenkundig wurden. Zahlreiche Budgetposten wie etwa Gehaltserhöhungen, Altersteilzeit, die Anrechnung von Vordienstzeiten oder erhöhter Personalbedarf wurden dabei zwar als Risikobewertung angeführt, aber nicht im aktuellen Budget für 2020 dargestellt und entsprechend eingepreist. „Wir werden offenkundig angeschwindelt“, so Korosec, die dazu auch das geplante Nulldefizit für 2020 in Frage stellt. Anstatt Probleme zu lösen, reagiert die Stadt mit einer skandalösen Form der Intransparenz. Es brauche jedoch endlich ein Ende des Gesundbetens und tatsächliche, ganzheitliche und allumfassende Lösungen am Tisch. Natürlich sei das Gesundheitsressort schon aufgrund seines Anteils am Budget von mehr als 40 Prozent ein anspruchsvolles und forderndes Ressort. „Stadtrat Hacker hat hier ein schweres Erbe seiner Vorgängerinnen übernommen, aber es zeigt sich, dass Hacker nicht mehr nur Erbe eines Problems, sondern auch Teil des Problems geworden ist!“ Es brauche daher möglichst rasch einen Gesundheits- und Pflegegipfel für Wien. „Alle relevanten Player im Wiener Gesundheitssystem und die politischen Parteien gehören an einen Tisch. Im Mittelpunkt müssen dabei die Patientinnen und Patienten stehen und Eigeninteressen hintangestellt werden“, so Korosec. „Stadtrat Hacker ist gefordert, die Reform des maroden Wiener Gesundheitssystems ernsthaft anzugehen!“

Zwtl.: 10-Punkte-Forderungsprogramm der neuen Volkspartei Wien

  1. Hochdruck und Priorität beim Ausbau von Primärversorgungseinheiten
  2. Ausweitung der Allgemeinmedizinischen Akutordinationen (AMA)
  3. Attraktivierung des Arzt- und Pflegeberufes in Wien
  4. Aufstockung der Kassenärzte für Wien (insbesondere bei Allgemeinmedizinern und Kinderärzten)
  5. Neukonzeptionierung des Spitalkonzepts 2030 inklusive Sanierungs- und Umbauplan für die Wiener Spitäler
  6. Bekenntnis zur Transparenz
  7. Professionalisierung der Abläufe im Krankenhaus Nord
  8. Rechtssicherheit beim Wiener Rettungs- und Krankentransportgesetz
  9. Sicherstellung eines funktionierenden Notarztwesens
  10. Zügige und grundlegende Reform des KAV

Bilder vom Pressegespräch finden Sie hier

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