SWV startet österreichweite Petition für faire, soziale Absicherung der Selbstständigen

Präsident Matznetter fordert gleiche Leistung für gleiche Beiträge

Wien (OTS) - Zu erkranken bedeutet für Selbstständige oft Kunden und Geld zu verlieren. Eine Krankheit stellt für diese UnternehmerInnen somit eine echte Existenzbedrohung dar. Selbstständige sind bisher durch die die SVA sozialversichert, ab Jänner wird die SVA mit der Sozialversicherung der Bauern zusammengelegt, die bessere Leistungen für ihre Versicherten bietet. Obwohl die ehemalige Regierung unter türkiser Führung eine Leistungsharmonisierung durch die Zusammenlegungen der Krankenkassen versprach, ist keine Besserung in Aussicht. Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband startet daher eine österreichweite Petition für die faire, soziale Absicherung der Selbstständigen.

Selbstbehalt – Die Krankensteuer für Selbstständige

„Es ist dem Sozialstaat Österreich nicht würdig, dass kleine Selbstständige eine Krankensteuer in Form eines Selbstbehaltes bei ärztlicher Konsultation bezahlen müssen“, kommentiert Christoph Matznetter, Abgeordneter zum Nationalrat und Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands, die aktuelle Lage. Die hohen Kosten führen dazu, dass sich Selbstständige seltener medizinischen Untersuchungen unterziehen. So werden Krankheiten später erkannt und führen in Folge zu noch höheren Kosten und im Extremfall zu Arbeitsunfähigkeit.

„Krankengeld“ zum Existenzminimum

Ein echtes Krankengeld gibt es für Selbstständige nur per teurer Zusatzversicherung. Für die meisten gilt: Bei lang andauernder Krankheit, kommt die Unterstützungsleistung der jetzigen SVA zum Zug. Die Höhe der Leistung entspricht einem Tagsatz von etwa 30 Euro. Damit werden die Selbstständigen gerade einmal mit dem Existenzminimum abgesichert – und das erst nach dem 42. Tag der Krankheit. Vorher muss das Ersparte herhalten. „Selbstständige, die ohnehin einen Schicksalsschlag durch eine schwere Krankheit erleiden, stehen dann auch noch vor der Herausforderung ihren Lebensstandard komplett herunter zu schrauben und z.B. eine neue Wohnung finden zu müssen“, erklärt Matznetter.

Petition für eine faire soziale Absicherung

Weil Krankheit für Selbstständige keine Existenzbedrohung mehr sein darf, startet der SWV eine österreichweite Petition für eine faire, soziale Absicherung. „Gerade jetzt, wo die SVA mit der SVB zusammengelegt wird und wo Österreich eine neue Regierung bevorsteht, ist es Zeit ein gerechtes Sozialsystem für Selbstständige einzurichten. Ich rufe daher alle Selbstständigen dazu auf, sich an unserer Petition für eine echte und faire soziale Absicherung für Selbstständige zu beteiligen. Selbständige zahlen die gleichen Beiträge und haben damit auch die gleichen Leistungen wie andere Versicherte verdient“, so Matznetter abschließend. Die Petition kann online unter folgendem Link unterzeichnet werden: https://www.wirtschaftsverband.at/petition.html

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