Grüne Wien/Huemer, Furtenbach: Vorzeigeprojekt StoP gegen Partnergewalt in Margareten

Wichtige Initiative zur Prävention gegen häusliche Gewalt

Wien (OTS) - Heute startet eine Kampagne zum Thema Zivilcourage bei häuslicher Gewalt, initiiert von “StoP Margareten”, einem Zusammenschluss an Organisationen, die sich mit der Verhinderung von häuslicher Gewalt beschäftigen. Nikola Furtenbach, Mitinitiatorin der Initiative und stv. Bezirksvorsteherin in Margareten: “5.347 Kinder waren 2018 ZeugInnen und damit Opfer von häuslicher Gewalt, die zu einem Betretungsverbot oder anderen polizeilichen Maßnahmen führten. Mit Zivilcourage haben wir die Chance, zukünftig jeden einzelnen dieser Fälle zu verhindern. Dazu kommt eine viel größere Zahl von noch nicht bekannten Gewaltfällen. Ein Bewusstsein für Verantwortung im eigenen Wohnumfeld hilft nicht nur Menschen, die bereits von häuslicher Gewalt betroffen waren, sondern verhindert auch zukünftige Gewalt: Potentiellen Tätern muss klar sein, dass ihre Gewalt von den NachbarInnen und FreundInnen nicht stillschweigend hingenommen wird. Das ist unser Ziel.”

Barbara Huemer, Frauensprecherin der Grünen Wien: "Das Projekt StoP Margareten gilt zurecht als Vorzeigeprojekt bei der Prävention von häuslicher Gewalt. Durch die Serie an extrem brutalen Morden und Anschlägen auf Frauen in diesem Jahr, müssen wir einfach neue Wege beschreiten. Allein dieses Jahr wurden in Österreich 18 Frauen von ihren (Ex-) Partnern ermordet.”

Das Einzigartige an StoP ist die Kooperation der verschiedenen Einrichtungen im Bezirk. Der regelmäßige Austausch, die so genannten Männer- und Frauentische, ermöglichen eine sehr einfache Auseinandersetzung mit dem Thema. Denn es braucht dringend Kampagnen und Projekte zur Aufklärung.

"Es muss uns gelingen, die Betroffenen mit Hilfsangeboten zu erreichen, aber auch die Zivilcourage all jener zu stärken, die Kenntnis von möglicher Gewalt erlangen. Die heute präsentierte Kampagne von StoP Margareten ist ein weiterer wichtiger Schritt, um künftiges Leid zu verhindern," so Huemer und Furtenbach abschließend.

Das Projekt StoP Margareten gibt es seit Anfang 2019, es ist auf fünf Jahre ausgelegt. Zentral ist die Beteiligung verschiedener Organisationen und der Bevölkerung an dem Projekt. Finanziert wird StoP aus öffentlichen Mitteln. Nikola Furtenbach hat das Projekt erstmals nach Österreich geholt mitgegründet.

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