FPÖ: Fürst kritisiert Auftritt von umstrittenem „Islamophobie“-Studienautor Hafez in der Diplomatischen Akademie

Üppig geförderter Bericht wurde in Kooperation mit AKP-naher Stiftung erstellt

Wien (OTS) - Die FPÖ-Verfassungssprecherin NAbg. Susanne Fürst kritisiert den für heute Abend angekündigten Auftritt des Politikwissenschaftlers Farid Hafez in der Diplomatischen Akademie in Wien. „Hafez ist einer jener muslimischen Wissenschaftler, die unter dem Deckmantel der ‚Islamophobie-Forschung‘ den politischen Islam rechtfertigen und zugleich jede Kritik daran kriminalisieren wollen“, beschreibt Fürst die Intention des heutigen Vortragenden. Dass Hafez dabei mit der Geschäftsführerin des Anti-Rassismus-Instituts ZARA diskutiere, lasse zudem erkennen, dass Kritik an seinen Thesen nicht erwünscht sei.

Durchaus heftige Kritik hatte Hafez nämlich zuletzt durch die Herausgeberschaft und Mitautorenschaft des „European Islamophobia Report 2018“ ausgelöst – vor allem auch von vielen liberalen Muslimen wie Seyran Ates oder in Österreich Amer Albayati, die in dem von der EU mit fast 127.000 Euro geförderten Bericht als „islamophob“ dargestellt werden. Laut der deutschen Zeitung „Welt“ sei der Report zudem gemeinsam mit der „Stiftung für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Forschung (Seta)“ aus Ankara herausgegeben worden, die enge Verbindungen zur türkischen Regierungspartei AKP von Präsident Erdogan aufweisen soll.

Ein weiterer Mitherausgeber des Reports soll Israels Ministerpräsidenten Netanyahu auf Twitter als „Kopf eines Apartheidstaates“ bezeichnet haben. Hafez selbst wiederum sei bereits als Verteidiger der islamistischen Muslimbruderschaft, deren Symbole in Österreich verboten sind, aufgefallen. Auch die Israelitische Kultusgemeinde übte bereits heftige Kritik an Hafez‘ „Kampfbegriff Islamophobie“ und hob hervor, dass dessen Definition wissenschaftlich nicht nachvollziehbar sei.

Genau den umstrittenen europäischen Islamophobie-Report soll Hafez heute in der Diplomatischen Akademie präsentieren. „Der Österreich-Teil, den er selbst verfasst hat, ist darin in erster Linie ein Angriff auf die FPÖ. Auch auf europäischer Ebene geraten patriotische Kräfte in sein Visier. Das Titelblatt des Reports ist mit einem Foto gestaltet, das Herbert Kickl und den ehemaligen italienischen Innenminister Matteo Salvini zusammen mit ihrem damaligen deutschen Amtskollegen Horst Seehofer zeigt“, so Fürst.

„Es ist völlig unangebracht, dass Hafez von der Diplomatischen Akademie, die in enger Kooperation mit dem Außenministerium steht und von diesem auch finanziell unterstützt wird, eine derartige Bühne geboten bekommt. Es zeigt aber leider auch, dass ÖVP-nahe Institutionen und Personen kein Problem damit haben, sich diesen Kreisen anzubiedern, deren Intention die Ächtung jeglicher Kritik am politischen Islam ist. Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, dass die ÖVP während der Regierung mit der FPÖ bei der Bekämpfung des politischen Islam stets mit beiden Beinen auf der Bremse gestanden ist. Entsprechend wenig sei auch von der Wahlkampf-Ankündigung von ÖVP-Obmann Kurz zu halten, den politischen Islam nun verbieten zu wollen“, so Fürst, die Außenminister Schallenberg auffordert, sich von dieser Veranstaltung zu distanzieren und zugleich auch auf EU-Ebene gegen eine weitere finanzielle Förderung von Machwerken wie dem „European Islamophobia Report“ aufzutreten.

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