Es herbstelt in den Grünoasen!

Stadt Wien-Umweltschutz: Schon im Herbst ans Frühjahr denken!

Wien (OTS) - Herbstzeit ist die Zeit, um den Garten oder die Terrassenbeete einzuwintern und für die nächste Saison vorzubereiten. Noch ein letzter Herbstschnitt für die Sträucher, wobei ein paar übrig gelassene Früchte von Hartriegel, Liguster oder Pfaffenkapperl die Vögel im Winter erfreuen. Es ist die ideale Zeit, um Vogelhäuschen und Nistkästen vor dem Einsatz einem kleinen Service zu unterziehen, damit sie rechtzeitig wieder einsatzbereit sind. Verholzte Stängel von Stauden sollten erst im Frühling geschnitten werden, da sie diversen Wildbienenarten zur Eiablage dienen und die jungen Bienen erst im Frühjahr schlüpfen.

Der Herbst ist die optimale Pflanzzeit für Obstgehölze, die in den letzten Sonnenstrahlen und bei ausreichend Feuchtigkeit, noch vor dem Winter gut anwachsen können. Blumenzwiebel sollten auch schon unter die Erde gebracht werden, damit Schneeglöckchen und Krokus den Frühling begrüßen können. Wer einen gedeckten Tisch für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge vom Frühling bis zum Herbst bereitstellen mag, sollte die Blütenpracht entsprechend planen: Früh im Jahr bieten Krokus oder Weidenkätzchen Nektar, der Oster-Schneeball blüht ab April und Mönchspfeffer oder Ringelblume bis in den Herbst. Von späten Bienen sind Erika, die heimische Echte Goldrute oder Efeublüten heftig umschwärmt.

Auszeichnung für umweltfreundliches Garteln

Seit dem Jahr 2008 zeichnet die Stadt Wien-Umweltschutz besonders umweltfreundlich bewirtschaftete Grünflächen und Begrünungen mit der Plakette „Naturnahe Grünoase“ aus. Alle, die solch kleine oder auch größere Naturparadiese geschaffen haben, können sich für die Auszeichnung bewerben. Voraussetzung ist, dass sich das Naturjuwel in Wien befindet und dass einige Kriterien erfüllt werden, wie z.B. torffreie Erde oder biologischer Dünger und Pflanzenschutz. Wer im Frühling an der Aktion teilnehmen möchte, kann schon jetzt beim Einwintern mit der Umsetzung beginnen! Alle Informationen, die Broschüre und Wege zur Anmeldung unter www.naturnahe-gruenoase.wien.at.

Auch kleine Naturoasen bringen großen Mehrwert

Wenn es im Garten, am Balkon oder der Terrasse blüht und gedeiht, ist das nicht nur eine Wohltat für die Augen, sondern auch für die Artenvielfalt in der Stadt. Heimische Blumen, Stauden, und Gehölze bieten rund ums Jahr Nahrungsgrundlage und Versteckmöglichkeiten für Insekten, Vögel und andere Kleintiere. Beeren, Gemüsepflanzen und Küchenkräuter gedeihen schon auf kleinem Raum und sind problemlos in Bio-Qualität zu beziehen und zu ziehen. Das ist gesund und vermittelt auch Kindern, wie einige unserer Nahrungsmittel wachsen.

Wo Platz für einen Komposthaufen ist, kann dieser wertvolles Nährstoffmaterial für Blumenkisterl oder Hochbeet liefern, so lässt es sich leicht auf synthetischen Dünger verzichten. So mancher Igel kann sich für die Winterruhe unter dem Grünschnitt ein warmes Plätzchen suchen. Genauso gut eignet sich ein liegengelassener Reisig- oder Laubhaufen als Unterschlupf.

Dazu hat selbst kleinflächiges Grün den Vorteil, Regenwasser zu speichern und wirkt im heißen Sommer kühlend. Im Garten lohnt es sich aus demselben Grund, Wege mit durchlässigen Belägen zu befestigen, damit das wertvolle Nass nicht im Kanal endet.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/presse/bilder

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Silvia Kubu
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