Schwarz/Mickel zum Wiener Equal Pay Day

Lohnschere endlich schließen – 56 Tage im Jahr gratis arbeiten ist traurige Realität

Wien (OTS) - In Wien fällt der Equal Pay Day dieses Jahr auf den heutigen Samstag, den 9. November 2019. Das ist jener Tag, an dem Vollzeit arbeitende Männer das Jahreseinkommen von Vollzeit arbeitenden Frauen erreicht haben. Ab diesem Tag arbeiten Wiens Frauen quasi „gratis“. „In Wien sind die Zahlen zwar besser als im Österreich-Vergleich (Anm.: im Bund fiel der Equal Pay Day bereits auf den 21. Oktober), doch auch hier ist der Weg zur echten Gleichberechtigung ein weiter“, betonen die Landesleiterin der ÖVP Frauen Veronika Mickel und die Frauensprecherin der Neuen Volkspartei Wien Sabine Schwarz.

In harten Zahlen bedeutet das: 15,2% verdienen Frauen in Wien weniger als Männer - auf das Jahr gerechnet sind das 8.212€ weniger. „56 Tage im Jahr gratis arbeiten? Das ist für 986.011 Wienerinnen traurige Realität!“ so Mickel. Wenn man das auf ein Erwerbsleben gerechnet sehe, dann entgehe Frauen Geld im Wert einer kleinen Wohnung.

Nach wie vor arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen Teilzeit. Die Gründe für die Einkommensunterschiede sind allgemein bekannt: Erwerbsunterbrechungen wegen Kinderbetreuungspflichten, Pflege der Angehörigen und auch das Arbeiten in Branchen, die nicht gut entlohnt werden.

Dass sich diese Gehaltsunterschiede auch in der Pension niederschlagen, zeigen die Zahlen: 1.622 Euro im Schnitt beträgt die Alterspension bei Männern, bei Frauen sind es nur 1.004 Euro. „Frauen bekommen somit fast 40 Prozent weniger Pension als Männer. Uns ist auch wichtig, dass Frauen bestmöglich über ihre Pensionsansprüche und die Folgen von Karriereentscheidungen informiert werden. Zudem würde automatisches Pensionssplitting eine Chance für mehr Gerechtigkeit im Pensionsalter bieten“, betonen Mickel und Schwarz.

„Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass es immer noch viel zu tun gibt und wir sehen, dass die Gleichstellung in der Arbeitswelt der Frauen immer noch nicht annähernd erreicht wurde und wir die Lohnschere nun endlich schließen müssen!“, so Sabine Schwarz abschließend.


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