„Thema“ am 11. November: Gerechtigkeit für Heimkinder

Außerdem: 11.000 Wissenschafter/innen warnen vor dem Klimanotfall

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 11. November 2019, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Gerechtigkeit für Heimkinder

„Die Misshandlungen waren wir gewohnt. Dauernd hat‘s gekracht. Aber wir konnten nicht weg. Wir waren wie im Gefängnis“, erzählt Romana Schwab. Die heute 64-Jährige hat ihre gesamte Kindheit in Heimen der Wiener Jugendwohlfahrt verbracht. Sie ist eines von fast 2.400 Gewaltopfern, die die Stadt Wien mit insgesamt 52,5 Millionen Euro entschädigt. Erst 2010 begann die Aufarbeitung der dunklen Geschichte der Erziehungsheime. Nun liegt der Endbericht der Opfervertretung „Weißer Ring“ vor: Dort, wo Kinder geschützt werden sollten, herrschten „systematisch schwerste Misshandlungen, Folter und Sadismus“, heißt es darin. Ehemalige Heimkinder stellen die Frage, wann die Leiter und Leiterinnen der Heime endlich zur Rechenschaft gezogen werden. Sonja Hochecker und Christoph Bendas berichten.

11.000 Wissenschafter/innen warnen vor dem Klimanotfall

Es ist ein eindringlicher Appell, der vergangene Woche für Schlagzeilen gesorgt hat: Wissenschafter/innen aus aller Welt warnen die Menschheit wörtlich vor „unaussprechlichem Leid“, wenn nicht sofort starke Maßnahmen gegen die Klimakrise ergriffen werden. „Es geht auch darum, alte Lebensmuster zu verlassen und sich einzugestehen, dass meine Handlungen eine globale Wirkung entfalten“, sagt der Ökonom und Risikoforscher Thomas Schinko. Was passiert, wenn nichts passiert? Ist den Menschen der Ernst der Lage bewusst? Wie schwer fällt es jedem Einzelnen, sein Verhalten zu ändern? Katharina Krutisch und Markus Stachl haben recherchiert.

Am Dienstag, dem 12. November, widmet sich ORF 2 von 6.30 Uhr bis 2.35 Uhr insgesamt zehn Stunden lang dem Thema „Unser Klima – Unsere Zukunft“. Tobias Pötzelsberger (in der Früh und am Vormittag) sowie Tarek Leitner und Simone Stribl (im Hauptabend) führen durch den Klima-Tag – mit insgesamt acht Dokumentationen und Reportagen (Details unter presse.ORF.at).

Anonyme Geburt – Mütter ohne Namen, Kinder auf der Suche nach ihren Wurzeln

„Ich war damals in einer sehr schwierigen Situation. Aber ich wollte mein Kind nicht abtreiben lassen“, erzählt eine 40-jährige Kärntnerin. Vor zehn Jahren hat sie ihr Kind anonym geboren und zur Adoption freigegeben. Seit 2001 ist es in allen österreichischen Krankenhäusern möglich, ein Kind zur Welt zu bringen, ohne seinen Namen zu nennen. Die Zahl der Tötungen von Neugeborenen ist seither signifikant gesunken, sagt Kinderpsychiaterin Claudia Klier. Der 18-jährige Lukas war das erste anonym geborene Kind in Österreich. Er sucht verzweifelt nach seinen Wurzeln. Das einzige, das ihm seine Eltern hinterlassen haben, sind ihre Fingerabdrücke. Christoph Bendas berichtet.

Handwerk – altbewährt und doch auf neuen Wegen

In Zeiten der billigen Massenproduktion hat das Handwerk einen schweren Stand. Viele Handwerksbetriebe mussten schließen. Doch von Hand gefertigte Dinge liegen mehr und mehr im Trend: Das Besondere, das Unikat ist wieder gefragt. „Das Handwerk musste sich neu definieren“, meint Miriam Kathrein vom Werkraum Bregenzerwald. Der Verein fördert die regionale Handwerkskunst. Und auch in Wien gibt es sie noch, die guten alten Manufakturen. Ein Streifzug von Katharina Krutisch.

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