Vollversammlung der Arbeiterkammer Kärnten

Präsident Günther Goach: „Wirtschaftlichen Aufholprozess von Kärnten verstärken“

Klagenfurt (OTS) - Kärnten hat ein Struktur- und kein Konjunkturproblem – Problem Facharbeitermangel – Goach: „Wir müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entsprechend qualifizieren“

„Kärnten hat in den vergangenen Jahren wirtschaftlich einen hervorragenden Aufholprozess gemacht. Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen“, erklärte Kärntens AK-Präsident Günther Goach am Freitag im Rahmen der Vollversammlung der Arbeiterkammer Kärnten. Ein großes Problem stellt aber weiterhin der ständig steigende Bedarf nach Facharbeitern dar. „Dieses Problem wird künftig noch größer, wenn wir die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht entsprechend qualifizieren“, warnte Goach.

Goach verwies in diesem Zusammenhang auf das Zukunftsprogramm der Arbeiterkammer. In den kommenden fünf Jahren werden österreichweit 150 Mio. Euro bereitgestellt, um die arbeitenden Menschen im Themenbereich Digitalisierung zukunftsfit zu machen. „Diese Maßnahme kommt direkt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu Gute“, sagte Goach. Die Kärntner Arbeiterkammer hat das Bildungsprojekt AK digi:check (www.akdigicheck.at) aufgelegt. Das Programm bietet Kärntner AK-Mitgliedern kostenlose Fortbildungskurse rund um das Thema Digitalisierung an. „Bildung ist wirtschaftlicher Rohstoff, postulierte der AK-Präsident.

Goach richtete seinen Blick auch auf die künftige Bundesregierung in Wien. „Egal wie dieses Kabinett ausschauen wird, wir messen jede Bundesregierung daran, was sie bereit ist für Arbeitnehmer zu tun“, sagte der Präsident. Er erwarte sich in jedem Fall „ein klares Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft.“ Zudem forderte Goach den Erhalt und Ausbau des hochwertigen Sozialsystems in Österreich. „Weiters muss ein starkes Gesundheitssystem unsere oberste Prämisse sein“, erklärte der Präsident.

Eines der wichtigsten Themen der Zukunft ist für die AK die Pflege. „Es geht um eine leistbare Pflege für die Menschen und um einen anständigen Gehalt für Pflegerinnen und Pfleger“, sagte Goach. Die Belastungen im Pflegebereich seien extrem hoch, man müsse dafür Sorge tragen, dass die Pflegerinnen und Pfleger nicht ausbrennen. Zudem forderte er die Abschaffung der kalten Progression und klare Maßnahmen zum Klimaschutz.

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