ORF III am Wochenende: Dokupremiere „Österreich am Eisernen Vorhang“, Jubiläumskonzert anlässlich 50 Jahre RSO

Außerdem: „Max Raabe – Let’s do it“ und „Große Stimmen: Baltsa, Beczala & Co. aus Berlin“ in „Erlebnis Bühne“, Clara Luzia in „Soundcheck Österreich“

Wien (OTS) - Am Wochenende zeigt ORF III Kultur und Information einen umfangreichen „zeit.geschichte“-Schwerpunkt anlässlich 30 Jahre Fall der Berliner Mauer, darunter u. a. am Samstag, dem 9. November 2019, den neuen ORF-III-Dokuzweiteiler „Österreich am Eisernen Vorhang“. Am Sonntag, dem 10. November, stehen in „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ drei musikalische Highlights auf dem Programm: nach „Max Raabe – Let’s do it“ und „Große Stimmen: Baltsa, Beczala, & Co. aus Berlin“ ist das Festkonzert „50 Jahre RSO – Unser Orchester feiert“ zu sehen, das am 6. November im ORF RadioKulturhaus stattfand.

Samstag, 9. November:

Am Samstag zeigt ORF III als Fortsetzung des ORF-Jahresschwerpunkts zum 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer einen vierteiligen „zeit.geschichte“-Themenabend. Den Auftakt macht die neue, zweiteilige Dokumentation „Österreich am Eisernen Vorhang“ von Thomas Hackl und Martina Hechenberger. Der Film erinnert an die Zeit der gewaltsamen Trennung Europas in Ost und West ab 1945 und beleuchtet dabei das Leben der österreichischen Bevölkerung in den Grenzregionen. Die erste Folge (20.15 Uhr) beginnt mit der Teilung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg in den kommunistischen Ostblock und den demokratischen Westen. Österreich entgeht zwar einer Teilung, wird aber bis zum Staatsvertrag im Jahr 1955 von den Siegermächten besetzt und in Zonen gesplittet. Die östlichen Grenzregionen erleben auf beiden Seiten eine Zeit der ständigen Bedrohung, Isolation und Observierung. Zeitzeugen wie Barbara Coudenhove-Kalergi, Paul Lendvai und Hugo Portisch berichten über ihre Flucht und ihre Ankunft „im Paradies“. Im zweiten Teil (21.05 Uhr) jubelt Ungarn 1956 über die Vertreibung der russischen Besatzer. Doch der Jubel währt nur kurz. Nach einem anfänglichen Rückzug der russischen Armee kehrt diese wieder nach Budapest zurück und schlägt den Aufstand brutal nieder. Gleichzeitig wächst die Angst, die sowjetische Armee könnte auch wieder in Österreich einmarschieren.

Danach steht die Dokupremiere „Zwölf Tage im Dezember – Die Revolution in Rumänien“ (21.55 Uhr) von Werner Müller auf dem Programm. Der Film wirft einen Blick auf die „Ära Ceaușescu“. Anschließend geht es mit der Produktion „Alois Mock – Europäische Sternstunden“ (22.50 Uhr) von Gerhard Jelinek weiter. Vor 30 Jahren zerschneidet der österreichische Außenminister mit seinem ungarischen Kollegen den Stacheldraht des „Eisernen Vorhangs“. Es ist das Symbolbild, das das Ende des „Kalten Krieges“ markiert.

Zum Abschluss des ORF-III-Abends musiziert in „Soundcheck Österreich“ Clara Luzia (23.40 Uhr) im ORF RadioKulturhaus – eine Aufzeichnung des Konzerts im März 2019.

Sonntag, 10. Dezember:

Am Sonntag zeigt ORF III um 19.20 Uhr eine neue Ausgabe der Gesprächsreihe „André Hellers Menschenkinder“. Zu Gast ist diesmal Lyriker Hans Magnus Enzensberger. Anlässlich seines 90. Geburtstags spricht er mit André Heller über seine vielseitigen Tätigkeiten als Schriftsteller, Essayist, Hörspielautor, Herausgeber, Übersetzer sowie Redakteur und erzählt, warum er sich seine Streitbarkeit bis heute bewahrt hat.

Im Hauptabend stehen in „Erlebnis Bühne“ drei hochkarätige Konzertproduktionen auf dem Programm: Den Auftakt macht die 2016 aufgezeichnete Bühnenproduktion „Max Raabe – Let’s do it“ (20.15 Uhr). Zu hören und sehen gibt es Vintage-Glamour und Swing der 1920er und 1930er Jahre. Begleitet wird Max Raabe vom Berliner Palast Orchester, das er selbst 1986 mit Studienkollegen gründete. Um 21.15 Uhr erklingen „Große Stimmen: Baltsa, Beczala & Co. aus Berlin“. Zum 75. Geburtstag von Kammersängerin Agnes Baltsa, den der griechische Opernstar am 19. November feiert, zeigt „Erlebnis Bühne“ einen Gala-Abend aus Berlin mit einem bunten Potpourri aus bekannten und beliebten Opernmelodien. Neben Baltsa sind Klassikgrößen wie Krassimira Stoyanova, Piotr Beczala, Marina Rebeka und Pavol Breslik zu erleben. Um 22.20 Uhr steht schließlich das Geburtstagskonzert des ORF-Radiosymphonieorchesters Wien auf dem ORF-III-Spielplan, das am 6. November aufgezeichnet wurde. Unter der Leitung der neuen Chefdirigentin Marin Alsop spielt das Orchester Schumanns Zweite Symphonie in der Bearbeitung von Gustav Mahler und setzt damit gleichzeitig seinen geplanten Schumann-Zyklus in Gang: In den kommenden Saisonen sollen alle vier Symphonien mit den Retuschen von Gustav Mahler aufgeführt und aufgezeichnet werden.

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