PROPAK: Nachhaltig hoch 3 in der Kreislaufwirtschaft

PROPAK Trendtag 2019: Hersteller von Produkten aus Papier und Karton nehmen Verantwortung für Umwelt, Mitarbeitern und Standort wahr - Studie: PROPAK klassische Kreislaufindustrie

Wien (OTS) - Vieles spricht für Produkte aus Papier und Karton: Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe, die Verwendung von Recyclingmaterial und eine hocheffiziente Sammlung und Verwertung sind bei Österreichs Herstellern von Produkten aus Papier und Karton (PROPAK) selbstverständlich. „Wir haben geschlossen Kreisläufe und verarbeiten biologisch abbaubares Material“, sagte Georg Dieter Fischer, Obmann des Fachverbandes PROPAK, bei der Eröffnung des diesjährigen PROPAK Trendtags vor rund 100 Branchenvertretern in Wien. „Papierprodukte, Faltschachteln und Wellpappe-Erzeugnisse sind kein Faktor beim vielzitierten Marine Littering. Wir folgen den Grundprinzipien nachhaltigen Wirtschaftens und haben dies in unserer Nachhaltigkeitscharta als Industrie gemeinsam festgeschrieben.“

Die rund 90 industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton aus Österreich können auf eine überdurchschnittliche Bilanz in allen Säulen der Nachhaltigkeit verweisen. PROPAK-Produkte sind aufgrund des Einsatzes von nachwachsenden, biologisch abbaubaren Materialien und emissionsarmer Produktionsweise maßgeblich daran beteiligt, ihre Produktion nachhaltiger zu gestalten und damit die Umwelt zu schützen.

Viel erreicht - stetige Weiterentwicklung

Der Fachverband PROPAK und PROPAK Austria haben das Institut für industrielle Ökologie beauftragt, den Status quo der Branche in den drei Bereichen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales) zu analysieren. Nun wurden die Ergebnisse im Rahmen des PROPAK Trendtags präsentiert.

„Im Umweltbereich punktet PROPAK klar und deutlich durch die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und dem hohen Einsatz von Recyclingmaterialien“, so Studienautor Andreas Windsperger, Geschäftsführer des Institits für industrielle Ökologie. PROPAK-Betriebe zeichnen sich in der Verarbeitung und Veredelung von Produkten aus Papier und Karton „durch eine hohe Rohstoff- und Energieeffizienz aus“. Im wirtschaftlichen Bereich liegen die Betriebe „dank hoher Wertschöpfung und Investitionen sowie einer starken Exportorientierung (74 Prozent) über dem Industriedurchschnitt“. Als herausfordernd bezeichnet Studienautor Windsperger die Situation der Mitarbeiterverfügbarkeit, dem Fachkräftebedarf innerhalb der Branche: „Hier laufen bereits zahlreiche Ausbildungsprogramme, die zu einer Verbesserung der Situation beitragen sollten“.

Auch in der dritten Säule der Nachhaltigkeit, dem Sozialbereich, liegt laut Windsperger die PROPAK-Branche „über dem Industriedurchschnitt dank guter Arbeitsbedingungen, Aufstiegschancen und hoher Sozialleistungen.“

PROPAK Trendtag 2019: Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft

In seiner Keynote betonte Horst Bittermann, Präsident der Vereinigung Pro Carton, dass Konsumenten immer zu jenem Produkt greifen, „das ihnen das beste Gefühl vermittelt“. In einer EU-weiten Studie unter 7.000 Konsumenten habe sich gezeigt, dass sich bei gleichem Produkt 81 Prozent der Befragten für eine Verpackung aus Karton entscheiden. „Das heißt, wir sind in den Herzen der Konsumenten angekommen, denn wir haben das nachhaltigste Verpackungsmaterial.“

Unter dem Titel „Erfolgsfaktoren der Kreislaufwirtschaft“ erläuterte Julika Dittrich vom Umweltdachverband die EU-Ziele und Handlungsoptionen für mehr Kreislaufwirtschaft in Europa. „Gerade Unternehmen spielen bei der Umgestaltung der Produktions- und Konsummuster sowie der Wertschöpfungsketten eine Schlüsselrolle“, so Dittrich. Ihr Credo: „Kreislaufwirtschaft braucht mehr unternehmerischen Mut!“ Und dass auch die Bierkultur sehr viel mit Verantwortung zu tun hat, bewies der unterhaltsame wie informative Praxisinput unter dem Titel „Brewing for a better World“ von Gabriela Maria Straka, CSR- und Kommunikationsverantwortliche der Brau Union Österreich.

Der PROPAK Trendtag 2019 endete mit einem hochkarätigen Stakeholder-Talk mit Christine Hochholdiger vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Caroline Babendererde für den Verein Getränkekarton Austria, Michael Ritzinger von der GPA djp, Marko Schuster von Mondi Technical Films und PROPAK-Obmann Georg Dieter Fischer. Der PROPAK Trendtag stand unter der Patronanz des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus.

Studie „Nachhaltigkeit in der PROPAK-Industrie“

Die Studie des Instituts für industrielle Ökologie wurde im Auftrag des Fachverbandes PROPAK erstellt. Das Management Summary steht unter www.propak.at zum Download bereit. (PWK531/PM)

Über PROPAK

Der Fachverband PROPAK und die Vereinigung PROPAK Austria repräsentieren die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton in Österreich. 100 Unternehmen verarbeiten und veredeln mit mehr als 9.500 Mitarbeitern in Österreich jährlich 1,2 Mio. Tonnen Papier und Karton zu Wellpappe, Verpackungen, Papierwaren für Hygiene und Haushalt, Büro- und Organisationsmitteln, Büchern und Broschüren sowie sonstigen Papierwaren. Mit ihrem industriellen Druckbereich sind die Mitglieder von PROPAK, insbesondere mit dem Verpackungssektor, auch medialer Dienstleister. www.propak.at

Aus-und Weiterbildung ist ein zentrales Anliegen des Fachverbands PROPAK. PROPAK ist Mit-Initiator des Bachelor-Studiums Verpackungstechnologie und des Master-Studiums ‚Packaging Technology and Sustainability’ an der FH Campus Wien – das erste berufsbegleitende Studium in der D-A-CH-Region. www.packenwirs.at

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