Der Gütenbach wurde zum Naturjuwel

Sima: Verbesserter Hochwasserschutz, naturnaher Gewässerlebensraum und Erholungsgebiet für Mensch und Tier

Wien (OTS) - Der Gütenbach ist ein naturbelassener Wienerwaldbach. Nur in seinem Mündungsbereich in die Liesing war der Bach noch vor wenigen Jahren hart verbaut. Dank Renaturierungsmaßnahmen der Stadt Wien wurde dieser rund 250 m lange Abschnitt zu einem wahren Naturjuwel. Zugleich wurde damit der Hochwasserschutz entscheidend verbessert. Für Mensch und Tier entstand ein naturnaher Erholungsraum, auch 50 neue Bäume wurden gepflanzt.

„Von den Maßnahmen der Stadt Wien haben alle profitiert: das gewässertypische Ökosystem, der Hochwasserschutz und nicht zuletzt die Menschen, die den Bach und seine Ufer neu erleben können“, freut sich Umweltstadträtin Ulli Sima. „Die Wiederherstellung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Wienerwaldbäche ist neben der Hochwassersicherheit ein zentrales Anliegen der Stadt Wien und auch im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan vorgeschrieben. Die Projekte an den Wiener Bächen erfolgen schrittweise und nach Dringlichkeit“, so Gerald Loew, Leiter der Fachabteilung Wiener Gewässer.

Der Gütenbach

Der Gütenbach ist ein 7 km langer Bach im Südwesten von Wien, der zu den Wienerwaldbächen zählt. Er entspringt im Lainzer Tiergarten und verlässt das Naturschutzgebiet im Süden beim Gütenbachtor. Im 23. Bezirk mündet der Gütenbach in die Reiche Liesing.

Verbesserter Hochwasserschutz

Die Stadt Wien ist verpflichtet, den Hochwasserschutz an Wienerwaldbächen zu verbessern. Das passiert schrittweise und laufend, basierend auf Studien und Analysen von Hochwasserschutz-ExpertInnen.

Am Gütenbach gab es 2008 ein verheerendes Hochwasser, bei dem die angrenzenden Häuser überflutet wurden. Durch die stellenweise Verbreiterung und Vertiefung des Bachbettes im neu gestalteten Abschnitt und begleitende Maßnahmen weiter stromaufwärts wurde der Hochwasserschutz in diesem Bereich auf ein Jahrhundert-Hochwasserniveau ausgebaut.

Natürlicher Bachlauf und 50 neue Bäume

Der Gütenbach war auf dem betroffenen Abschnitt hart verbaut. Dieser Bachlauf wurde durch bauliche Maßnahmen wieder einem natürlichen Bachlauf angenähert.

  • So wurde die Pflasterung im Flussbett entfernt und natürliches Sohlsubstrat aufgetragen.
  • Der Bach wurde an vielen Stellen verbreitert, die Ufer wurden abgeflacht.
  • Im Bachlauf entstanden kleine Buchten und Flachwasserbereiche.
  • Im Uferbereich wurde natürliches Sediment eingebracht. Steine und Wurzelstöcke wurden versetzt und Weidenstecklinge gepflanzt.
  • Rund 50 Bäume, darunter standortgerechte Arten wie Ahorn, Ulme und Esche, sowie eine Reihe von Sträuchern wurden gepflanzt.

Neuer Weg für die AnrainerInnen ins Gütenbachtal

Das Gütenbachtal ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Wienerinnen und Wiener. Im Rahmen des Projekts wurde eine fußläufige Verbindung vom Liesingbach-Begleitweg in das Gütenbachtal geschaffen. Der neue Weg verläuft unter der Gütenbachbrücke. Seit 2016 können Wanderinnen und Wanderer bequem ins Gütenbachtal gelangen, ohne die Breitenfurter Straße queren zu müssen.

Kosten vom Bund gefördert

Unterstützt wurde das Projekt vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus im Rahmen des Umweltförderungsgesetzes. Das Projekt wurde im Rahmen des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans umgesetzt, die Kosten für die ökologischen Verbesserungsmaßnahmen wurden bis zu 60 Prozent vom Bund gefördert.

Video zum Gütenbach: www.facebook.com/Donauinsel/videos/1200213890169207/

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/presse/bilder

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Mathilde Urban
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