Wirtschaft beginnt mit wir

SWV präsentiert Kampagne zur Wirtschaftskammer-Wahl 2020

Wien (OTS) - Der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband präsentierte heute seine Kampagne zur Wirtschaftskammer-Wahl 2020 im Haus des Meeres. Mit einem Schwerpunkt auf EPU und KMU zeigt der SWV auf, welche Bedeutung diese UnternehmerInnen für die österreichische Wirtschaft haben. EPU und KMU aus ganz Österreich und aus allen Sparten waren bei der Veranstaltung vertreten um über ihre Erfahrungen und Anliegen einzubringen.

UnternehmerInnen-Talk

Vertretend für die vielen UnternehmerInnen forderten Alexandra Kempfer, Glasermeisterin aus Techelsberg, und Alexander Raimund, Marktfahrer aus Asten, im UnternehmerInnen-Talk eine bessere soziale Absicherung für Selbstständige, mehr Förderungen für EPU und ein faires Steuersystem.

Wie wichtig die Arbeit der EPU und KMU für unsere Wirtschaft ist, betont Christoph Matznetter, Spitzenkandidat des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes und Abgeordneter zum Nationalrat. In Österreich stellt diese Gruppe immerhin 99,6% aller Unternehmen dar und erwirtschaftet 401 Milliarden Umsatz pro Jahr. KMU bilden jährlich 55.000 oder ca. zwei Drittel aller Lehrlinge aus und beschäftigen 1,7 Millionen Menschen in Österreich.

„Wir können also stolz behaupten, dass wir als EPU und KMU das Herz und das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft sind. Wir sind aber noch viel mehr als das: Wir sind das Wir in Wirtschaft. Wir kämpfen gemeinsam für einen fairen Wettbewerb, für Steuergerechtigkeit und für die soziale Absicherung aller Selbstständigen, EPU und KMU“, erklärt Matznetter, der anschließend auf die Forderungen der UnternehmerInnen eingeht:

Wirtschaftsstandort: Unterstützen wir Betriebe, nicht Konzerne!

„Wir fordern eine Wirtschaftskammer für die vielen, nicht für die wenigen. Dazu gehört, dass der Wirtschaftsstandort im Sinne der EPU und KMU entwickelt wird. Das geht nur mit einer Wirtschaftskammer, die sich nicht von Konzernen leiten lässt“, so Matznetter. Um den Wirtschaftsstandort besser an die Bedürfnisse der EPU und KMU anzupassen, muss das Bestbieterprinzip weiter ausgebaut werden und öffentliche Ausschreibungen für Kleinstbetriebe geöffnet werden. Matznetter betont außerdem wie wichtig die Reformierung des WK-Wahlrechts ist, denn bisher haben die EPU und KMU trotz ihrer großen Zahl in der WKO nicht viel zu melden.

Soziale Absicherung: Die wichtigste Voraussetzung für Selbstständigkeit!

Die soziale Absicherung ist die wichtigste Voraussetzung für die Selbstständigkeit. Deshalb legt der SWV einen besonders großen Schwerpunkt auf dieses Thema. „Wir setzen uns dafür ein, dass Selbstständige und ihre Angehörigen ein Anrecht auf soziale Sicherheit haben. Krankheiten dürfen kein Grund für den Verlust der beruflichen Existenz werden“, betont Matznetter. Besonders wichtig ist dem SWV Präsidenten, dass der 20-prozentige Selbstbehalt beim Besuch von Arzt der Ärztin für die UnternehmerInnen endlich fällt. Außerdem müsse die Unterstützungsleistung bei Krankheit dringend direkt ab dem 4. Tag ausgezahlt werden. Langfristig sieht Christoph Matznetter nur eine Lösung: „Die Leistungsharmonisierung über alle Sozialversicherungsträger hinweg muss kommen. Wir fordern das Prinzip: gleiche Beiträge, gleiche Leistungen!“

Steuergerechtigkeit: Ein Wettbewerb ist nur dann fair, wenn für alle die gleichen Regeln gelten!

Ein fairer Wettbewerb ist nur dann gewährleistet, wenn alle unter denselben Rahmenbedingungen arbeiten. Derzeit ist das nicht so. „Großkonzerne zahlen weniger oder sogar gar keine Steuern. So werden EPU und KMU systematisch an den Rand gedrängt“, kritisiert Matznetter. „Die Betreiberin eines einzigen Wiener Kaffeehauses zahlt in Österreich mehr Steuern, als die eine internationale Kaffeehaus-Kette. Dieses Beispiel zeigt uns, dass wir neue Spielregeln brauchen, die EPU und KMU im Wettbewerb auf Augenhöhe stellen“, so Matznetter weiter. Eine nach Gewinn gestaffelte Körperschaftssteuer sowie die Einführung der digitalen Betriebsstätte seien dabei das Um und Auf.

Damit auch die kleinen Fische groß werden.

Passend zur Veranstaltung übergaben „Haus des Meeres“ Geschäftsführer Hans Köppen und der Kurator des Meeresaquariums Dr. Abed eine Patenschaftsurkunde für ein Anemonen-Aufzucht-Projekt an den SWV Präsidenten. „Wir sind die Fraktion in der Wirtschaftskammer, die dafür sorgt, dass die kleinen Fische den großen Konzernhaien Namens Amazon, Google und Starbucks nicht zum Fraß vorgeworfen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass auch die kleinen Fische groß werden“, kommentiert Matznetter die Übergabe.

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