- 30.10.2019, 11:53:08
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AK zum Fondssparen: Nicht immer wo Sparen draufsteht ist Sparen drinnen! 1
Nicht von Performance-Zahlen blenden lassen!
Utl.: Nicht von Performance-Zahlen blenden lassen! =
Wien (OTS) - Banken bewerben Fondssparen gerne als Alternative zum
Sparbuch. AK Konsu-mentenschützer Christian Prantner warnt:
„Fondssparen ist keine Spareinlage, sondern eine Veranlagung in
Wertpapiere. Achtung auf die zahlreichen Spesen, die bei den
Performance-Angaben zum Investmendfonds unter den Tisch fallen.“
Für die AK sind Produktbegriffe wie "Fondssparbuch" oder
"Fondssparen" irreführend, weil sie fälschlicherweise die Sicherheit
des Sparbuches suggerieren. Das ist aber nicht der Fall. Prantner:
„Vorsicht, Fondssparen ist keine Spareinlage, sondern eine laufende
Investition in Investmentfonds. Das Veranlagen in Investmentfonds ist
fast immer mit Spesen verbunden.“
„Die Performance-Angaben sind mit Vorsicht zu genießen“, sagt
Prantner: „Kosten wie Ausgabeaufschläge und Spesen für das
Wertpapierdepot und das Wertpapierverrechnungskonto sind in der
Performance-Berechnung nicht abgebildet. Performance ist also nicht
gleich Rendite.“ Ein Beispiel: Wenn der täglich errechnete Wert
(Rechenwert) eines Anteils 100 Euro beträgt, die Ausgabespesen jedoch
drei Prozent betragen, dann beträgt der Kaufpreis 103 Euro
(Ausgabepreis). Die Performance-Berechnung der
Kapitalanlagegesellschaft bezieht sich jedoch auf den Rechenwert,
also auf die 100 Euro. Die drei Euro Kaufspesen sind in den
Performance-Angaben der Bank ebenso unberücksichtigt wie die
Depotspesen und die Spesen für ein Wertpapierverrechnungskonto (von
null bis 10,5 Euro pro Quartal), die bei der Bank anfallen können.
„Die erfahrungsgemäß viel beworbene Fonds-Performance ist also
nicht mit der individuellen Anleger-Rendite ident“, sagt Prantner.
Die AK fordert daher die Banken auf, eine genaue Trennung zwischen
Sparen am Sparbuch und Veranlagen in Wertpapieren vorzunehmen – in
allen ihren Angeboten und Bewerbungen. „Sparer sollen keinen falschen
Eindruck bekommen. Denn manche Werbebotschaften von Banken erwecken
den Eindruck, als ob Anlegen in Fonds gleichrangig sei wie Sparen am
Sparbuch“, so Prantner.
(Forts.)
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