Oö. Volksblatt: "Ausbildung" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 29. Oktober 2019

Linz (OTS) - Laut dem aktuellen Integrationsbericht verwendeten im Schuljahr 2017/18 im Österreich-Durchschnitt rund 26 Prozent der Schüler nicht Deutsch als Umgangssprache, in Wien lag dieser Anteil sogar bei rund 52 Prozent. Was die Experten besonders alarmiert:
Insbesondere bei Schülern mit Migrationshintergrund in zweiter Generation ist dieser Anteil im Vergleich sehr hoch.
Womit klar ist: Wer in Österreich eine Berufsausbildung erfolgreich absolvieren oder einen schulischen Bildungsabschluss erreichen will, der muss selbstverständlich der deutschen Sprache mächtig sein. Auch unter diesem Blickwinkel ist die seit Sommer 2017 bestehende Ausbildungspflicht zu sehen. Demnach müssen Jugendliche bis zum 18. Geburtstag eine weiterführende Schule besuchen oder eine alternative Ausbildung machen. Dass es um eine ganz und gar nicht kleine Gruppe geht, zeigt die Statistik: Im Jahr 2016 hat fast jeder Zehnte der 15-bis 17-Jährigen die Ausbildung vorzeitig abgebrochen. Laut einer EU-Studie entstehen dem Staat aber, über die gesamte Lebensdauer gerechnet, 1,8 Millionen Euro zusätzliche Kosten für jeden Menschen, der nur die Pflichtschule abgeschlossen hat. Gemessen daran sind die Kosten der Ausbildungspflicht vernachlässigbar.

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