60. Welldone Lounge: S.F.S. Progress – Struktur folgt Strategie

Ehrengäste der gestrigen Welldone Lounge waren PRAEVENIRE Präsident Dr. Hans Jörg Schelling und Gesundheitsökonom Dr. Thomas Czypionka

Wien (OTS) - Die 60. Welldone Lounge stand unter dem Motto „S.F.S. Progress – Struktur folgt Strategie“. Mehr als 200 prominente Gäste aus Österreichs Gesundheit, Wirtschaft und Politik konnten von Welldone-Geschäftsführer Robert Riedl und Mag. Hanns Kratzer, Geschäftsführer der PERI Consulting, in den Wiener Börsensälen begrüßt werden. Ehrengäste der traditionellen Welldone-Lounge waren diesmal PRAEVENIRE Präsident Dr. Hans Jörg Schelling und Dr. Thomas Czypionka, Leiter des Bereichs Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik am Institut für Höhere Studien (IHS).

Mag. Birgit Bernhard richtete im Namen von Welldone Grußworte an die zahlreichen Welldone Lounge-Gäste. Das Motiv, die 60. Welldone Lounge unter das Motto „S.F.S. Progress“ zu stellen, begründete Mag. Hanns Kratzer in seinen Eröffnungsworten so: „Idealtypischerweise bedeutet das im Strategischen Management, dass zuerst die Strategie entwickelt und danach die Organisation an die Strategie angepasst wird. Im Gesundheitswesen diskutieren und verhandeln wir viel zu oft und zu lange über Strukturen. Strategische Überlegungen und Entscheidungen kommen dabei viel zu kurz.“ Genau dieses Manko möchte die Initiative PRAEVENIRE Gesundheit 2030 unter ihrem Präsidenten Dr. Hans Jörg Schelling mit einem neuartigen Ansatz und der Erstellung des Weißbuchs „Zukunft der Gesundheitsversorgung“ beheben. „Wir wollen eine patientenorientierte, wohnortnahe Versorgung sicherstellen. Um auch in Zukunft ein leistungsfähiges Gesundheitssystem mit der besten medizinischen Versorgung für die österreichische Bevölkerung zu gewährleisten, müssen wir im System Veränderungen durchführen“, so Schelling. Seit dem Kick-off im Mai arbeiten zahlreiche namhafte Expertinnen und Experten an der Erstellung des Weißbuchs, nun liegt ein Zwischenbericht mit ersten Essenzen vor, welche der PRAEVENIRE Präsident bei der Welldone Lounge präsentierte. „Ein effizientes Funktionieren des Gesundheitssystems verlangt eine gute Strukturierung – ganz nach dem Leitsatz `structure follows strategy´. Ausgehend von den Patientinnen und Patienten muss definiert werden, was benötigen diese wann, wo, von wem und in welcher Form“, betont Schelling und hebt hervor, „dass eine Finanzierung aus einem Topf die Chance in sich birgt, die vorhandenen Mittel effizienter einzusetzen.“

Dr. Thomas Czypionka, Leiter des Bereichs Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik am IHS bestätigt diese Forderung und unterstreicht in seiner Keynote, dass es im Unterschied zu Österreich in fast allen Ländern die Finanzierung aus einer Hand beziehungsweise aus einem Topf - zumindest was die Bereiche intra- und extramural betreffe - erfolge. „Das österreichische Gesundheitswesen muss sich nicht ändern, weil alles schlecht ist, sondern weil wir künftige Herausforderungen bewältigen müssen und schon heute nicht in allen Bereichen gut aufgestellt sind“, so Czypionka. Nach Ansicht des Gesundheitsökonomen, der seine Expertise auch als Mitglied im wissenschaftlichen PRAEVENIRE Beirat einbringt, müsse Vieles, was gefordert wird, nicht neu erfunden werden. Für die Prämisse, dass der Patient im Mittelpunkt steht, können die Niederlande dienen, wo es für Patientinnen und Patienten die Möglichkeit gibt, Gesundheitsdienste-Anbieter zu bewerten oder Deutschland mit der gesetzlich vorgeschriebenen Einbindung der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen, indem die Krankenversicherungsträger verpflichtet sind, für jeden Versicherten 1,13 Euro für die Selbsthilfeförderung bereitzustellen. In Dänemark sei wiederum ein 2012 gestartetes Projekt zur telemedizinischen Überwachung von Patientinnen und Patienten mit Chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) positiv evaluiert worden, sodass mittlerweile eine Ausrollung in ganz Dänemark erfolgt. „Wir können uns an internationalen Erfolgsmodellen orientieren und diese für den österreichischen Kontext anpassen“, regt Dr. Czypionka abschließend an.

Auch diesmal wurde die Welldone Lounge als Plattform zum offenen Austausch und Dialog genutzt. Mit dem Welldone-Team und der PERI Group diskutierten gestern Abend u. a.:

Tuba Albayrak, MBA, General Manager Novartis Oncology Austria

Dr. Wolfgang Andiel, Sandoz GmbH

Dr. Thomas Czypionka, IHS

Obmann-Stv. Manfred Felix, Wiener Gebietskrankenkasse

Mag. Edda Fischer, MBA, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz

Ph. Dr. Andrea Gruber, MSc, MBA, Donau Universität Krems

Mag. pharm. Gernot Idinger, Landeskrankenhaus Steyr

Dr. Jacqueline Jürs, Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Obmann KommR Matthias Krenn, Österreichische Gesundheitskasse

Prim. Univ.-Doz. Dr. Friedrich Längle, Österreichische Gesellschaft für Chirurgie

Mag. Ulrich Lübcke, Bristol-Myers-Squibb GmbH

Mag. Christina Nageler, IGEPHA

Martina Olf-Meindl, MBA, Merck GmbH

Präsidentin Mag. pharm. Dr. Elisabeth Messinger, aHPh, Österreichische Gesellschaft für Krankenhauspharmazie

Mag. (FH) Veronika Mikl, Roche Austria GmbH

Dr. Hans-Peter Petutschnig, Ärztekammer für Wien

Mag. Martin Schaffenrath, MBA, Mitglied im ÖGK-Überleitungsausschuss

Präsident Dr. Hans Jörg Schelling, PRAEVENIRE

Geschäftsführer Dr. Thomas Schöffmann, Grünenthal GmbH

Dipl.-Ing. (FH) Volker Schörghofer, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger

Dipl. KH-BW Ronald Söllner, Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen

Dr. Peter Stippl, Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie

Mag. Franz Strondl, Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs

Mag. Hedwig Wölfl, möwe

Vorsitzender Josef Zellhofer, ÖGB/ARGE Fachgruppenvereinigung für Gesundheits- und Sozialberufe

Präsident Mag. pharm. Thomas W. Veitschegger, Oberösterreichische Apothekerkammer

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Mag. Petra Hafner
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